Zalando SE

  • WKN: ZAL111
  • ISIN: DE000ZAL1111
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 30.03.2020 | 19:20

Zalando SE: Brief des Vorstands


DGAP-Media / 30.03.2020 / 19:20

30. März 2020

Brief des Vorstands


In den letzten Wochen haben unsere Teams schnell auf die Herausforderungen und die Unsicherheit reagiert, die die Corona-Krise für uns alle geschaffen hat. Innerhalb kurzer Zeit hat sich das Virus von einem ernsten aber auch abstrakten Risiko zu einer konkreten Bedrohung entwickelt, die spürbaren Einfluss auf das Leben unserer Teams und unserer Familien nimmt.

In dieser Situation hat es für uns Priorität, die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Mitarbeiter zu schützen. Wir stehen in ständigem Austausch mit den lokalen Behörden und verfolgen die Informationen der WHO und des ECDC genau. Wo immer möglich, arbeiten unsere Teams von zu Hause aus. Für Tätigkeiten, bei denen dies nicht möglich ist, haben wir umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen ergriffen und setzen die Regeln zur sozialen Distanzierung konsequent um. Beispielsweise ermöglichen wir es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu einer Risikogruppe gehören, bei weiterer Gehaltszahlung zu Hause zu bleiben. Dank dieser Maßnahmen, können wir auch in der aktuell herausfordernden Situation für unsere Kundinnen und Kunden da sein. Auch damit sichern wir Arbeitsplätze, für die wir uns verantwortlich fühlen.

Die entschlossenen und notwendigen Maßnahmen der europäischen Regierungen haben sich auch auf unser Geschäft negativ ausgewirkt. Da die Verbraucher ihr Verhalten an die neue Situation anpassen und kurzfristig ihre Konsumausgaben einschränken, haben wir seit den Ausgangsbeschränkungen in mehreren Ländern negative Auswirkungen auf unseren Umsatz verzeichnet, was sich auch auf unser Finanzergebnis auswirkt. Auf dieser Grundlage haben wir Maßnahmen ergriffen, um diesen Effekten entgegenzuwirken und um unsere Ausgaben und Investitionen sowie unsere Finanzplanung für das Jahr an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Doch auch in dieser herausfordernden Zeit gibt es viele Gründe, zuversichtlich zu sein. Wir sind überzeugt, dass wir durch die Investitionen des letzten Jahrzehnts alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, um diese Krise gut zu überstehen. Wir haben starke Beziehungen zu unseren mehr als 31 Millionen aktiven Kunden in 17 Märkten. Wir haben belastbare Partnerschaften mit mehr als 2.500 Modemarken, die uns Zugang zu einem breiten Sortiment und einer flexiblen Lieferkette ermöglichen. In den letzten Jahren haben wir ein internationales und flexibles Logistiknetzwerk mit 11 Standorten in fünf verschiedenen Ländern aufgebaut. Nicht zuletzt haben unsere vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Aktionären dafür gesorgt, dass wir über eine starke Bilanz und über liquide Mittel von mehr als 1 Mrd. Euro verfügen. Unser Unternehmen ist stark und wir werden unsere Widerstandsfähigkeit in der aktuellen Krise unter Beweis stellen.

Als Europas führende Modeplattform teilen wir Risiken und Chancen mit der Modebranche. In den letzten Wochen haben wir den Austausch mit unseren Partnern gesucht. In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass wir weniger betroffen sind als viele andere in unserer Branche, und dass unsere Plattform in diesen Zeiten für Marken wie auch für stationäre Händler einen entscheidenden Unterschied machen kann. Schon heute verkaufen mehr als 1.500 stationäre Händler über unser Connected Retail-Programm. Daher beschleunigen wir unsere Initiativen zur Anbindung des stationären Handels an unsere Plattform, damit sie zumindest einen Teil ihres Geschäfts aufrechterhalten können. Vom 1. April bis zum 31. Mai zahlen neue und bestehende Partner unseres Connected Retail-Programms keine Kommission, wenn sie ihr Sortiment bei Zalando anbieten und über uns verkaufen. Darüber hinaus haben wir 100 Millionen Euro bereitgestellt, um Partner, die Waren und Dienstleistungen an uns geliefert haben, schon vor der vertraglich vereinbarten Frist zu bezahlen. In den kommenden Monaten werden wir weitere Möglichkeiten identifizieren, um unser Umfeld in diesen herausfordernden Zeiten zu unterstützen.

Zalando hat eine klare Strategie und eine klare Richtung. Auch wenn die gegenwärtige Krise auch auf uns negative Auswirkungen haben wird, halten wir an unserem langfristigen Kurs fest. Unsere Vision bleibt auch in Zukunft relevant: Wir wollen der Starting Point for Fashion werden, die erste Anlaufstelle für Mode in Europa! Wir werden uns weiterhin auf unsere strategischen Ziele konzentrieren: den Aufbau noch tieferer Kundenbeziehungen und das Wachstum unseres Plattform-Geschäftsmodells. Wir investieren, wo immer es Sinn ergibt und langfristigen Mehrwert schafft - auch in einem ungünstigen Umfeld.

Die Gründung von Zalando im Jahr 2008 fiel zusammen mit dem Beginn der Finanzkrise. Unsere Unternehmenskultur wurde in dieser herausfordernden Zeit definiert, in der es galt, mit Augenmaß zu wirtschaften und gleichzeitig fokussiert und entschlossen zu investieren. So haben wir gelernt, dass wir als Team durch entschiedenes Handeln schwierige Situationen nicht nur bestehen, sondern auch an ihnen wachsen können.

In den vergangenen Wochen haben wir viele Gespräche mit unseren Führungsteams, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Betriebsräten geführt. Wir möchten allen unseren Teams für ihre Solidarität und ihr anhaltendes Engagement in den letzten Wochen danken, insbesondere unseren Kollegen in der Logistik und der Content-Produktion. Dank Eurer Arbeit und Eurem Engagement konnten wir weiter unser Kundenversprechen erfüllen und dafür sorgen, dass einige Dinge auch in diesen unvorhersehbaren Zeiten verlässlich bleiben.

Herzliche Grüße und bleibt gesund!

Der Zalando Vorstand

 



Ende der Pressemitteilung


Emittent/Herausgeber: Zalando SE
Schlagwort(e): Unternehmen

30.03.2020 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de



show this

Interview im Fokus

Mountain Alliance: „Großer Digitalisierungsschub“

Furioses Börsendebüt für den Datenbankspezialisten Exasol. Einer der Profiteure: Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mountain Alliance AG (MA, ISIN DE000A12UK08), die auch nach einem Teilexit noch rund 2% an Exasol hält. Aktuell notiert die MA-Aktie rund 30 % unter dem NAV. Financial.de sprach mit MA-CEO Daniel Wild über die stärksten Digitalisierungstrends, die kritische Größe von 100 Mio. Euro Börsenwert, den neuen Investor und weitere Aktienkäufe.

GBC-Fokusbox

EQS Group: Rating lautet Kaufen

Die Vorzeichen für die EQS Group AG sind positiv. Ein wesentlicher Umsatztreiber für das Jahr 2020 sollte die Migration von Bestandskunden vom COCKPIT in das COCKPIT 2.0 bedeuten. Darüber hinaus erwarten wir ein gutes Wachstum in den übrigen Bereichen, da die EQS mit vielen Produkten auch von der Coronakrise profitieren kann. So werden z. B. Online-Hauptversammlungen, Webcasts und Telefonkonferenzen vermehrt gebucht: Unseres Erachtens sollte es auch zu einer höhere Anzahl an Pflichtmeldungen von Unternehmen kommen. Unser Kursziel liegt bei 91,50 €, das Rating lautet weiter Kaufen.

News im Fokus

E.ON SE: E.ON zeigt Stärke und Zuverlässigkeit in der Krise

28. Mai 2020, 12:00

Aktuelle Research-Studie

MS Industrie AG

Original-Research: MS Industrie AG (von GBC AG): Kaufen

28. Mai 2020