Sebastian Brunner Communications

  • Land: Deutschland

Nachricht vom 07.07.2020 | 16:34

Verkaufsprozesse für Kerngeschäft der insolventen Wirecard AG und davon unabhängige Geschäftsbereiche der Konzerngesellschaften laufen an - bereits mehr als 100 Interessenten


DGAP-Media / 07.07.2020 / 16:34

Pressemitteilung

Rechtsanwalt Dr. jur. Michael Jaffé
Vorläufiger Insolvenzverwalter der Wirecard AG, Aschheim

Investorenprozess läuft an - bereits mehr als 100 Interessenten für Kerngeschäft und Beteiligungsgesellschaften

Mehr als 1.500 Mitarbeiter der insolventen Gesellschaften
erhalten Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes

Konstruktive Kundengespräche

Aschheim/München, 07. Juli 2020. Die Verkaufsprozesse für das Kerngeschäft der insolventen Wirecard AG, das Acquiring und Issuing-Geschäft, sowie die davon unabhängigen Geschäftsbereiche der Konzerngesellschaften weltweit laufen an. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. jur. Michael Jaffé von der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, im Anschluss an eine weitere Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses der Wirecard AG mitteilte, haben sich zwischenzeitlich bereits mehr als 100 Interessenten gemeldet.

Die potenziellen Investoren können sich nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung in Kürze in neu eingerichteten, virtuellen Datenräumen informieren und mit den Due Diligence-Prüfungen beginnen. Das Ziel ist dabei, zeitnahe Investorenlösungen im Interesse der Gläubiger, Arbeitnehmer und Kunden zu finden.

Am weitesten fortgeschritten sind dabei die Aktivitäten für die US-amerikanische Gesellschaft Wirecard North America. Hier ist die internationale Investmentbank Moelis & Company bereits mit Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses mit der Begleitung der Veräußerung der Gesellschaft mandatiert. Auch für weitere internationale Beteiligungen sowie das Kerngeschäft, das Acquiring und Issuing, werden aktuell Investorenprozesse eingeleitet.

In den Gesprächen mit Kunden vertraten diese größtenteils eine konstruktive Haltung und haben großes Interesse an einer zügigen Investorenlösung aus der Insolvenz bekundet.

Parallel dazu werden die laufenden Kosten weiter reduziert. "Wir haben bereits Einsparmaßnahmen umgesetzt. Durch das Insolvenzgeld für die mehr als 1.500 Mitarbeiter der insolventen Gesellschaften wird die Liquiditätssituation aktuell entlastet. Die Arbeitnehmer werden bereits in wenigen Tagen erste Gehaltszahlungen bekommen, da die Insolvenzgeldvorfinanzierung bereits läuft", so der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. jur. Michael Jaffé.

Es sind zwischenzeitlich auch Maßnahmen zur Sicherung von Vermögenswerten an den verschiedenen internationalen Standorten ergriffen worden. Erfahrene Spezialisten haben hier ihre Tätigkeit aufgenommen. Dies geht einher mit der weiteren Aufklärung der Krisenursachen sowie der Analyse von Zahlungsströmen.

Die Wirecard Bank AG ist nicht insolvent, Auszahlungen an Händler und Kunden der Wirecard Bank werden ohne Einschränkungen ausgeführt.

Weitere Informationen:

Dr. jur. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Eine besondere Expertise liegt dabei auf mehrstufigen Konzerninsolvenzverfahren und Verfahren mit grenzüberschreitenden Sachverhalten oder schwierig zu verwertenden Vermögensgegenständen. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. jur. Michael Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe. Darüber hinaus gelang es ihm, unter anderem die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera zur Daseinsfürsorge, fand er für alle Betriebe eine dauerhafte Lösung. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Im Insolvenzverfahren der DCM Deutsche Capital Management (DCM AG), mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 4,7 Mrd. Euro ein führender Anbieter von geschlossen Fonds in Deutschland, arbeitete er die komplexen Strukturen auf und verwertete erfolgreich die Beteiligungen. Er ist darüber hinaus Insolvenzverwalter der Pro Health AG, der Phoenix Solar AG und der Dero Bank AG.

Als Insolvenzverwalter von drei deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften verwertet er im Rahmen einer komplexen grenzüberschreitenden Struktur die weltweite Containerflotte mit dem Ziel, die Schäden für die rund 54.000 Anleger zu minimieren, die über 3 Milliarden Euro zu den Insolvenztabellen angemeldet haben.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien auf den Gebieten Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht sowie Sanierung (nach dem ESUG), insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Eine wichtige Grundlage dafür ist die regelmäßig gerade bei komplexen Verfahren gefragte langjährige Erfahrung, Kompetenz und Unabhängigkeit. Nicht zuletzt deshalb genießt die Kanzlei seit Jahrzehnten das Vertrauen von Gerichten und Gläubigern gerade in schwierigen Verfahren, in denen widerstreitende Interessen der Beteiligten bestehen. Die Kanzlei kann mit ihrer eigenen leistungsstarken und über Jahren gewachsenen Struktur Verfahren jeder Größenordnung im Interesse der Gläubiger begleiten.

 

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Medienkontakt für den vorläufigen Insolvenzverwalter
Sebastian Brunner
Tel.: +49175/5604673

E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



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Emittent/Herausgeber: Sebastian Brunner Communications
Schlagwort(e): Unternehmen

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