Sebastian Brunner Communications

  • Land: Deutschland

Nachricht vom 02.07.2020 | 16:12

Sechs deutsche Wirecard-Tochtergesellschaften werden zur Fortführung des Geschäftsbetriebs unter den Schutz des Insolvenzverfahrens gestellt - Dr. jur. Michael Jaffé als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt


DGAP-Media / 02.07.2020 / 16:12

Pressemitteilung

Rechtsanwalt Dr. jur. Michael Jaffé
Vorläufiger Insolvenzverwalter

der Wirecard Technologies GmbH,
der Wirecard Issuing Technologies GmbH,
der Wirecard Service Technologies GmbH,
der Wirecard Acceptance Technologies GmbH
der Wirecard Sales International Holding GmbH
der Wirecard Global Sales GmbH, Aschheim

 

Sechs deutsche Wirecard-Tochtergesellschaften werden zur Fortführung des Geschäftsbetriebs unter den Schutz
des Insolvenzverfahrens gestellt

Dr. jur. Michael Jaffé als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Aschheim/München, 02. Juli 2020. Die Wirecard Technologies GmbH, die Wirecard Issuing Technologies GmbH, die Wirecard Service Technologies GmbH, die Wirecard Acceptance Technologies GmbH, die Wirecard Sales International Holding GmbH und die Wirecard Global Sales GmbH haben jeweils beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Bei den Gesellschaften handelt es sich um unmittelbare und mittelbare Tochtergesellschaften der Wirecard AG, über deren Vermögen am 29. Juni 2020 ein vorläufiges Insolvenzverfahren mit Rechtsanwalt Dr. jur. Michael Jaffé von der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter als vorläufigem Insolvenzverwalter angeordnet wurde. Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 02. Juli 2020 Dr. jur. Michael Jaffé auch als vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der sechs Tochtergesellschaften eingesetzt.

Ziel der Insolvenzanträge ist es, diese Gesellschaften unter den Schutz eines Insolvenzverfahrens zu stellen und nach Möglichkeit fortzuführen, da sie im Konzern Dienstleistungen an andere Gesellschaften erbringen. Es kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass auch Insolvenzanträge für weitere Tochtergesellschaften der Wirecard Gruppe gestellt werden müssen, um diese Gesellschaften zu stabilisieren.

Die Wirecard Bank AG ist nicht insolvent, Auszahlungen an Händler und Kunden der Wirecard Bank werden ohne Einschränkungen ausgeführt.

Die Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahren für die sechs genannten Gesellschaften ermöglicht nun auch die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die dort beschäftigen insgesamt 1.270 Mitarbeiter. Für die rund 250 Mitarbeiter der Wirecard AG ist die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht worden. Die Agentur für Arbeit hat bereits ihre Zustimmung dazu erteilt. Damit sind die Lohn- und Gehaltszahlungen für die drei Monate Juni bis August gesichert. Gegenwärtig wird die Auszahlung der vorfinanzierten Junivergütungen unter Hochdruck vorbereitet. Voraussichtlich werden die Mitarbeiter im Laufe der kommenden Woche die Auszahlungen erhalten.

 

Weitere Informationen:

Dr. jur. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Eine besondere Expertise liegt dabei auf mehrstufigen Konzerninsolvenzverfahren und Verfahren mit grenzüberschreitenden Sachverhalten oder schwierig zu verwertenden Vermögensgegenständen. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. jur. Michael Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe. Darüber hinaus gelang es ihm, unter anderem die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera zur Daseinsfürsorge, fand er für alle Betriebe eine dauerhafte Lösung. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Er ist darüber hinaus Insolvenzverwalter der Pro Health AG und der Phoenix Solar AG. Im Jahr 2018 wurde er zum Insolvenzverwalter der Dero Bank AG bestellt.

Als Insolvenzverwalter von drei deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften verwertet er im Rahmen einer komplexen grenzüberschreitenden Struktur die weltweite Containerflotte mit dem Ziel, die Schäden für die rund 54.000 Anleger zu minimieren, die über 3 Milliarden Euro zu den Insolvenztabellen angemeldet haben

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien auf den Gebieten Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht sowie Sanierung (nach dem ESUG), insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Eine wichtige Grundlage dafür ist die regelmäßig gerade bei komplexen Verfahren gefragte langjährige Erfahrung, Kompetenz und Unabhängigkeit. Nicht zuletzt deshalb genießt die Kanzlei seit Jahrzehnten das Vertrauen von Gerichten und Gläubigern gerade in schwierigen Verfahren, in denen widerstreitende Interessen der Beteiligten bestehen. Die Kanzlei kann mit ihrer eigenen leistungsstarken und über Jahren gewachsenen Struktur Verfahren jeder Größenordnung im Interesse der Gläubiger begleiten.

 

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Medienkontakt für den vorläufigen Insolvenzverwalter
Sebastian Brunner
Tel.: +49175/5604673

E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



Ende der Pressemitteilung


Emittent/Herausgeber: Sebastian Brunner Communications
Schlagwort(e): Unternehmen

02.07.2020 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de


show this

GBC-Fokusbox

UniDevice AG: Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet

Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die UniDevice AG ein deutliches Umsatz- (+5,9 %) und überproportionales EBIT-Wachstum (+38,6 %). Der Broker für Kommunikations- und Unterhaltungselektronik mit Schwerpunkt auf hochpreisige Smartphones erwartet für das Gesamtjahr die Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses und weiterhin eine spürbare Verbesserung des Rentabilitätsniveaus. Bei einem von uns ermittelten Kursziel von 3,85 € vergeben wir das Rating KAUFEN.

Aktuelle Research-Studie

Coreo AG

Original-Research: Coreo AG (von GBC AG): Kaufen

18. September 2020