Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V.

  • Land: Deutschland

Nachricht vom 29.03.2019 | 10:18

KMU-Interessenverband bezieht Stellung zu MiFID II und MiFIR


DGAP-Media / 29.03.2019 / 10:18

Das Bundesministerium der Finanzen hat den Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU um Stellungsnahme zur EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) und der EU-Finanzmarktverordnung (MiFIR) gebeten.

In der vom Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU verfassten Stellungnahme steht das Themengebiet "Research für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unter MiFID II" im Mittelpunkt. "Die aktuelle Ausgestaltung der Research-Regelungen unter MiFID II ist insbesondere für KMU sehr nachteilhaft. Die Kapitalmarktfinanzierung wurde durch die Regelungen erheblich erschwert und sogar infrage gestellt, was im deutlichen Widerspruch zur Initiative der Europäischen Kommission zur Kapitalmarktunion steht. Das ist ein desaströses Zeichen an KMU, die zum Kapitalmarkt streben", so Ingo Wegerich, Präsident des Interessenverbandes kapitalmarktorientierter KMU.

Schon vor Inkrafttreten der MiFID II zeigte eine repräsentative Studie des Deutschen Aktieninstituts auf, dass die größten Herausforderungen für KMU die mangelnde Liquidität der Aktie, mangelhafte Coverage durch die Analysten sowie mangelhaftes Interesse institutioneller Investoren seien. Erste repräsentative Studien, die sich seit Inkrafttreten der MiFID II mit den Folgen der Research-Regelungen befasst haben, bestätigen diese Befürchtungen: Weniger Research, schwindende Research-Qualität und höhere Research-Kosten für KMU.

Vor allem KMU, die schon vorher mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatten, treffen die negativen Konsequenzen. Die Kapitalmarktfinanzierung für KMU wird nicht nur erschwert, sondern führt sogar zu einem negativen Kreislauf. Weniger Research-Coverage führt zu weniger Liquidität, die wiederum zu weniger Research-Coverage führt. Bei weniger Liquidität ziehen sich Investoren aus dem Marktsegment zurück. Dies zwingt die KMU mehr Marketing und Akquise zu betreiben, was ebenfalls mit weiteren Kosten und zudem erheblichem Zeitaufwand verbunden wäre.

Ingo Wegerich: "Der Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU e.V. fordert in seiner Stellungnahme gegenüber dem BMF, dass KMU-Research und der Corporate Access von den MiFID II-Regelungen ausgenommen werden oder dass KMU-Research zumindest unter deutlich erleichterten Bedingungen vertrieben werden kann."

Über den Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V.

Der am 30. August 2017 gegründete Verband mit Sitz in Frankfurt am Main setzt sich insbesondere für die Verbesserung der maßgeblichen Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Unternehmen bei der Kapitalmarktfinanzierung ein und tritt aktiv für die Belange des kapitalmarktorientierten Mittelstandes im Dialog mit der Politik, den Gesetzgebungsorganen, den Aufsichtsbehörden, den Institutionen des Kapitalmarkts, den Interessenverbänden und der Öffentlichkeit ein. Mitglieder sind KMUs, Dienstleister, Finanzinstitute und Medien. Zum Vorstand gehören Ingo Wegerich (Luther Rechtsanwaltsgesellschaft), Thomas Stewens (BankM), Nils Manegold (max 21 AG), Alexander Deuss (mwb fairtrade), Dr. Marc Feiler (Börse München) und Hans-Jürgen Friedrich (KFM Deutsche Mittelstand AG).

Kontakt:
Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU e.V.
z. H. Ingo Wegerich
bei Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
An der Welle 10
60322 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 27229 24875
E-Mail: ingo.wegerich@luther-lawfirm.com
http://www.kapitalmarkt-kmu.de/


Pressekontakt:
Klaus-Karl Becker
BeckerBeratungsGesellschaft (BBG)
+49 (0) 172 61 41 955
kkb@b-bg.de


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Emittent/Herausgeber: Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V.
Schlagwort(e): Verbände

29.03.2019 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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