VARTA AG

  • WKN: A0TGJ5
  • ISIN: DE000A0TGJ55
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 14.08.2020 | 07:00

VARTA AG: VARTA AG mit sehr hoher Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2020 - Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wird angehoben

DGAP-News: VARTA AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
14.08.2020 / 07:00
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Corporate News

Ellwangen, 14. August 2020

VARTA AG mit sehr hoher Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2020 - Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wird angehoben

  • Konzernumsatz wächst im ersten Halbjahr 2020 um knapp 158% auf 390,7 Mio. EUR (+66,5% ohne Akquisition VARTA Consumer)
  • Bereinigtes Konzern-EBITDA steigt sogar um 174% auf 102,1 Mio. EUR (+124,8% ohne Akquisition VARTA Consumer)
  • Bereinigte Konzern-EBITDA-Marge verbessert sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1%
  • Segment "Microbatteries & Solutions": H1 Umsatz 239,7 Mio. EUR (+70%), bereinigtes EBITDA
    82,4 Mio. EUR (+132%), Marge 34,4% (+9,1PP)
  • Segment "Household Batteries" besser als erwartet: H1 Umsatz 150,8 Mio. EUR, bereinigtes EBITDA 19,7 Mio. EUR, Marge 13,0% (-3,1PP)
  • Erweiterung der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Batterien auf 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021
  • Prognose[1] für das Geschäftsjahr 2020 erhöht:Konzern-Umsatz zwischen 810 und 830 Mio. EUR (bisher: 780-800 Mio. EUR); bereinigtes Konzern-EBITDA zwischen 210 und 215 Mio. EUR (bisher: 175-185 Mio. EUR); CAPEX für weiteren Kapazitätsausbau zwischen 320 und 360 Mio. EUR (bisher: 300-330 Mio. EUR)
 

Starkes Wachstum von Umsatz und EBITDA trotz COVID-19
Der VARTA Konzern setzt das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum fort: Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr um 158% auf 390,7 Mio. EUR gestiegen. Das organische Umsatzwachstum betrug 66,5% (ohne erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer). Das bereinigte EBITDA stieg um 174% auf 102,1 Mio. EUR (+124,8% ohne VARTA Consumer). Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1%. Der Konzerngewinn hat sich mit einem Anstieg um 104,9% auf 39,8 Mio. EUR mehr als verdoppelt.

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender (CEO) der VARTA AG: "Wir haben den Umsatz mehr als verdoppelt und das operative Ergebnis nahezu verdreifacht. Zu diesem erfreulichen Ergebnis des ersten Halbjahres haben alle Geschäftsbereiche beigetragen, wobei wir die höchsten Zuwachsraten weiterhin bei unseren Lithium-Ionen Zellen verzeichnen. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen auf 300 Millionen Batterien bis Ende 2021 setzen wir unseren Wachstumskurs fort. Es gibt weiter eine hohe Nachfrage nach VARTA-Produkten, weil der Markt nach innovativen und leistungsstarken Batterien verlangt - gerade im Bereich der Premium Headsets."

Finanzvorstand (CFO) Steffen Munz ergänzt: "Wir haben das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum der Vergangenheit im ersten Halbjahr weiter gesteigert und die Profitabilität nochmals verbessert. Da wir trotz der makroökonomischen Gegebenheiten weiterhin einen hohen Auftragsbestand verzeichnen, erhöhen wir die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020."

Segment "Microbatteries & Solutions" mit außerordentlich starkem ersten Halbjahr
Der Umsatz im Segment "Microbatteries & Solutions" stieg in den ersten sechs Monaten um 70,2% auf 239,7 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA hat sich um 131,7% auf 82,4 Mio. EUR erhöht. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um 9,1 Prozentpunkte auf 34,4%. Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wird weiterhin bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumer-Produkte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Die Nachfrage ist trotz des anhaltenden globalen Nachfrageschocks in diesem dynamisch wachsenden Markt ungebrochen hoch. Bei den Hörgerätebatterien hat VARTA seine weltweite Marktposition in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit darüber hinaus von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären Hörgeräte-Batterien und dem im letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette.

Segment "Household Batteries" entwickelt sich im ersten Halbjahr besser als erwartet
Das Segment "Household Batteries" erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 150,8 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA betrug 19,7 Mio. EUR, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 13,0% entspricht. Dieses positive Ergebnis ist teils auf die unerwartet starke Entwicklung von VARTA Consumer Batteries zurückzuführen, deren Profitabilität sich durch die Fokussierung auf das Markengeschäft deutlich verbessert hat. Zudem ist das Geschäft mit Energiespeicher-Lösungen in den ersten sechs Monaten sehr dynamisch und schneller als der Markt gewachsen.

Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Batterien werden auf 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021 ausgebaut
Bei einem erwarteten jährlichen Marktwachstum um 30 bis 40% hat der VARTA Konzern einen Marktanteil von mehr als 50% und ist damit der Technologie- und Innovationsführer bei wiederaufladbaren Lithium-Ionen Zellen für Hightech-Consumer-Produkte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer. Aufgrund des anhaltend hohen Nachfragewachstums nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower) erweitert VARTA die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen von bisher geplanten 200 Mio. Zellen pro Jahr auf 300 Mio. Zellen bis Ende 2021. Auf diese Weise kann VARTA schnell und flexibel auf die steigende Nachfrage reagieren. Hierfür plant die Gesellschaft ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 175 Mio. EUR. Der Ausbau wird hauptsächlich am Produktionsstandort in Nördlingen, Deutschland, vorgenommen, wo ein Neubau die bestehende Produktion erweitern wird. Hier wird erstmalig eine neue Generation von Produktionsanlagen mit noch höherer Effizienz installiert.

Bund und Länder unterstützen VARTAs Innovationsvorhaben im Bereich Lithium-Ionen Technologie
Neben der Entwicklung der neuesten Generation kleinformatiger Lithium-Ionen Zellen mit noch höheren Energiedichten soll nun die innovative VARTA Technologie auch auf größere Formate für neue Anwendungen übertragen werden, wie beispielsweise für VARTA Energiespeicher. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Länder Bayern und Baden-Württemberg haben am 29. Juni 2020 bekannt gegeben, dieses Vorhaben im Rahmen eines IPCEI ("Important Project of Common European Interest"; einem wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse) zu unterstützen. Sie stellen der VARTA AG dafür Fördermittel von bis zu 300 Mio. EUR bis Ende 2024 zur Verfügung.

 

VARTA schließt Liefervertrag mit Samsung und legt Streit um Patentverletzungen bei
Wie am 3. August bekanntgegeben, beenden VARTA und Samsung Electronics ihre Patentstreitigkeiten und erweitern die bestehende Zusammenarbeit. Somit bleibt VARTA in den kommenden Jahren Hauptlieferant für wieder aufladbare Batterien der Headsets von Samsung.

Umsatz- und Ergebnisprognose[2] für das Geschäftsjahr 2020 wird angehoben - höhere Auszahlungen für Investitionen (CAPEX) durch weiteren Ausbau von Produktionskapazitäten
Nach der sehr guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr und dem weiterhin hohen Auftragsbestand erhöht die Gesellschaft die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020: Die Umsatz-Prognose wird von bisher 780 bis 800 Mio. EUR auf 810 bis 830 Mio. EUR erhöht. Das entspricht einem Umsatzwachstum zwischen 123% und 129% im Vergleich zum Vorjahr (einschließlich VARTA Consumer). Das organische Umsatzwachstum (also ohne VARTA Consumer) soll zwischen 47% und 53% liegen. Das bereinigte EBITDA wird für 2020 in einem Korridor zwischen 210 Mio. EUR und 215 Mio. EUR (bisher 175 Mio. EUR und 185 Mio. EUR) erwartet, und soll damit um 115% bis 121% im Vorjahresvergleich zulegen (einschließlich VARTA Consumer).
Für die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten von bisher 200 Mio. Zellen pro Jahr auf 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021 erhöht die Gesellschaft ihre prognostizierten Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (CAPEX) für 2020 von bisher 300 bis 330 Mio. EUR auf 320 bis 360 Mio. EUR.

 

VARTA AG Konzern - Ausgewählte Kennzahlen

in Millionen EUR HY1-2020 HY1-2019
Umsatz 390,7 151,5
EBITDA 81,4 35,9
Bereinigtes EBITDA 102,1 37,2
Bereinigte EBITDA Marge (%) 26,1% 24,6%
Konzernergebnis 39,9 19,5
Investitionen (Capex) 123,7 20,0
Free Cash Flow -125,5 -4,8
Eigenkapitalquote (%) 44,2% 62,0%*
Bilanzsumme 1.021,7 668,8*
Mitarbeiter (zum 30.6.) 4.342 2.394
 

*per 31.12.2019

Termine:  
12.11.2020 Zwischenmitteilung 3. Quartal 2020
 
Kontakt:  
Bernhard Wolf Nicole Selle
Head of Investor Relations Corporate Communications
Tel: +49 79 61 921-2969 Tel.: +49 79 61 921-2221
bernhard.wolf@varta-ag.com nicole.selle@varta-ag.com
 

Über VARTA AG
Die VARTA AG produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen, und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA die weltweiten Maßstäbe im
Mikrobatterienbereich und ist anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien. Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Der VARTA AG Konzern mit dem Hauptstandort in Ellwangen beschäftigt derzeit über 4.000 Mitarbeiter. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die Tochtergesellschaften der VARTA AG derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig.[1] Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse. Angesichts des Coronavirus sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern weiter nicht auszuschließen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden.
[2] Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse. Angesichts des Coronavirus sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern weiter nicht auszuschließen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden.



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