Union Investment

  • Land: Deutschland

Nachricht vom 07.08.2019 | 09:00

Union Investment: Verwaltetes Vermögen innerhalb einer Dekade mehr als verdoppelt

DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Fonds/Halbjahresergebnis

07.08.2019 / 09:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


- Starkes Neugeschäft in einem schwierigen Umfeld
- Fünf Millionen Fondssparpläne unter Verwaltung
- Interesse nach Nachhaltigkeitsfonds ungebrochen hoch

Frankfurt, 7. August 2019 - Union Investment ist weiter auf Wachstumskurs. Die Assets under Management der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft stiegen im Vergleich zur Jahresmitte 2018 um 4,9 Prozent von 332,7 Mrd. Euro auf 349,1 Mrd. Euro und somit auf einen neuen Höchststand. Mit 9,0 Mrd. Euro lag der Nettoabsatz in den ersten sechs Monaten zwar leicht unter dem starken Wert des Vorjahres (1. Halbjahr 2018: 11,3 Mrd. Euro), übertraf jedoch den Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 8,2 Mrd. Euro. "Wir wachsen überdurchschnittlich, denn während die deutsche Fondsbranche in diesem turbulenten Jahrzehnt um gut 50 Prozent zugelegt hat, haben wir unsere Assets under Mangement mehr als verdoppelt", sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Die Gesellschaft hatte am 30.06.2010 noch ein Vermögen von 167,6 Mrd. Euro verwaltet.


Das Neugeschäft mit Privatkunden lag im ersten Halbjahr 2019 mit 4,1 Mrd. Euro unter dem Rekordniveau von 4,7 Mrd. Euro aus dem Vorjahr, jedoch exakt auf dem hohen Niveau von 2017. "Wir adressieren mit unseren Lösungen seit vielen Jahren die grundlegenden Probleme von Privatkunden: nämlich wie man Vermögen aufbaut, es strukturiert und letztlich auch sichert", erklärt Reinke. Die Assets under Management im Privatkundengeschäft stiegen um 6,4 Prozent auf den Höchstwert von 149,2 Mrd. Euro (140,2 Mrd. Euro). Nachgefragt wurden vor allem Substanzwerte. So flossen in Offene Immobilienfonds 2,1 Mrd. Euro (0,5 Mrd. Euro). Der Löwenanteil fiel dabei mit knapp 1,5 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro) auf den UniImmo: Wohnen ZBI, da die drei anderen großen Publikumsfonds nur für wenige Wochen neue Gelder annehmen konnten, um die hohe Qualität in den Fonds sicherzustellen. Ebenso legten Privatkunden ihre Gelder mit 2,1 Mrd. Euro (0,8 Mrd. Euro) in Aktienfonds an. "Die Evolution des Sparens schreitet voran. Immer mehr Anleger begreifen, dass das Niedrigzinsumfeld auf Jahre hinaus zementiert bleiben wird und sie wechseln aus Zinsprodukten in Substanzwerte. Die Erkenntnis an sich ist nicht neu, aber jetzt sehen wir deutlich, dass die Menschen nicht nur darüber nachdenken, sondern handeln", erläutert Reinke.

Fünf Millionen Fondssparpläne unter Verwaltung

Immer mehr Menschen nutzen zudem die Chancen des ratierlichen Fondssparens für den langfristigen Vermögensaufbau. So wuchs bei Union Investment die Zahl der Fondssparverträge in den letzten zwölf Monaten um fast 400.000 auf 2,5 Millionen (2,1 Mio.). "Auch hier zeigt sich der Trend hin zu Substanzwerten, denn 95 Prozent der Anleger favorisieren Aktien-, Misch- und Immobilienfonds - bei den Neuanlegern sind es sogar 99 Prozent", sagt Reinke. Durchschnittlich legten Sparer monatlich 157 Euro pro Fondssparplan bei Union Investment an. Bei neuen Sparplänen, die in den letzten zwölf Monaten abgeschlossen wurden, lag der Durchschnitt sogar bei 224 Euro. Auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren wuchs auch das ratierliche Geschäft mit der Riester-Rente. Hier investierten die Sparer im ersten Halbjahr 644 Mio. Euro (640 Mio. Euro). Insgesamt verwaltet Union Investment nun rund fünf Millionen Fondssparpläne im Privatkundengeschäft. Diese umfassen die klassischen Sparpläne, VL-Verträge sowie Riester-Verträge.

Der Nettoabsatz des institutionellen Geschäfts entwickelte sich im ersten Halbjahr mit 4,9 Mrd. Euro zwar etwas schwächer als im Vorjahr (6,6 Mrd. Euro). Die Assets under Management, die Union Investment für institutionelle Kunden verwaltet, stiegen dennoch um 3,8 Prozent auf einen neuen Höchststand von 199,9 Mrd. Euro (192,5 Mrd. Euro). Gefragt waren im ersten Halbjahr 2019 vor allem Produkte, die im Niedrigzinsumfeld, bei vertretbaren Risiken, einen Renditeaufschlag boten. Beispielsweise stießen Fonds mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen auf vermehrte Nachfrage. Auch Aktienfonds wurden rege nachgefragt. Immobilien-Fondslösungen wurden weiterhin von vielen institutionellen Anlegern gesucht, wobei das limitierte Angebot an Objekten mit adäquatem Ertrags-Risiko-Profil die Investitionsaktivität bremste. Großes Interesse genossen auch Infrastrukturanlagen. Für einen neuen Infrastrukturfonds wurden Kapitalzusagen von mehr als 440 Mio. Euro eingesammelt.

Interesse nach Nachhaltigkeitsfonds ungebrochen hoch

Zudem hielt das Interesse für nachhaltige Lösungen bei institutionellen Kunden weiter ungebrochen an. So stieg der Bestand von nachhaltig gemanagten Fonds bei Union Investment in den letzten zwölf Monaten von rund 42 Mrd. Euro auf 48 Mrd. Euro, wobei allein 43,7 Mrd. Euro auf das institutionelle Geschäft entfielen. "Nachhaltigkeit ist für institutionelle Kunden aus ihrer Investmentstrategie nicht mehr wegzudenken. Wir sind in Deutschland der führende Fondsanbieter für nachhaltige Geldanlagen und betreiben dieses Geschäft nicht erst, seitdem es en vogue ist, sondern durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kirchenbanken schon seit den frühen 1990er Jahren", konstatiert Reinke. "Insgesamt blicken wir im institutionellen Geschäft in den ersten sechs Monaten auf ein solides Wachstum. Unsere Lösungen werden von genossenschaftlichen und nicht-genossenschaftlichen Kunden im In- und Ausland rege nachgefragt", so Reinke.

"Das erste Halbjahr ist an den Kapitalmärkten besser gelaufen, als man nach dem sehr schwachen Dezember 2018 erwarten durfte. Dennoch bleibt das Umfeld aufgrund der bestehenden geopolitischen Spannungen und damit einhergehenden Konjunkturrisiken schwierig. Letztlich werden diejenigen Asset Manager erfolgreich sein, die ihre Lösungen konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Dies gelingt uns seit vielen Jahren mit unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe und insbesondere den 875 Genossenschaftsbanken, denen unser herzlicher Dank gebührt", resümiert Reinke.



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