Schweizer Electronic AG

  • WKN: 515623
  • ISIN: DE0005156236
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 09.08.2019 | 09:00

Schweizer Electronic AG bestätigt Zahlen für das 1. Halbjahr 2019

DGAP-News: Schweizer Electronic AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis

09.08.2019 / 09:00
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SCHWEIZER Electronic bestätigt Zahlen für das 1. Halbjahr 2019

Schramberg, 09. August 2019 - Die SCHWEIZER Gruppe hat das erste Halbjahr 2019 mit einem Umsatz von 60,2 Millionen Euro (2018: 63,9 Millionen Euro) abgeschlossen. Dies entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) belief sich auf 1,0 Millionen Euro (2018: 6,6 Millionen Euro), was einer EBITDA Quote von 1,7 Prozent (2018: 10,3 Prozent) entspricht. Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -2,3 Millionen Euro (2018: 2,8 Millionen Euro) und entspricht einer EBIT Quote von -3,8 Prozent.

SCHWEIZER war im ersten Halbjahr 2019 von der sich bereits im vierten Quartal 2018 eingetretenen Abschwächung der Nachfrage im Automobil- wie auch im Industriebereich in starkem Maße betroffen. Im zweiten Quartal setzte sich der Umsatzrückgang zum Vorjahresquartal mit einer deutlich geringeren Rückstandsquote in Höhe von 2,9 Prozent fort, während im ersten Quartal 2019 noch eine Veränderung in Höhe von -8,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018 zu verzeichnen war. Aus dem Werk in Schramberg wurde ein Umsatz von 41,4 Millionen Euro generiert, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 24 Prozent entspricht. Durch eine annähernde Verdopplung unserer Umsätze von Produkten über unser asiatisches Partnernetzwerk konnte der Rückgang teilweise kompensiert werden. Insgesamt wurden 18,8 Millionen Euro Umsatz mit Produkten erzielt, die bei WUS Kunshan oder bei Meiko Electronics China und Vietnam hergestellt wurden. Somit stieg deren Umsatzanteil von 15 Prozent auf 31 Prozent. Hier sehen wir in Zukunft weiteres Steigerungspotenzial.

Trotz der Bestellzurückhaltung unserer Automobilkunden in der Breite, erhöhte sich der Umsatz in diesem Bereich um 2,7 Millionen Euro auf 46,8 Millionen Euro, was insbesondere auf einer bedeutenden Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit zwei Key-Account-Kunden beruht. Mit unseren Industriekunden und den übrigen Branchen erlösten wir im ersten Halbjahr 13,4 Millionen Euro Umsatz. Dies entspricht einem Rückgang von 6,4 Millionen Euro oder 32 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Bei den Absatzregionen ergaben sich leichte Verschiebungen zu Gunsten der asiatischen Märkte. 78 Prozent der Umsätze wurden in Europa realisiert, 12 Prozent in Asien und 10 Prozent in Amerika und der übrigen Welt.


Profitabilität gesunken
Das Bruttoergebnis sank im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 39 Prozent auf 6,5 Millionen Euro (2018: 10,6 Millionen Euro), was einer Bruttomarge von 10,8 Prozent entspricht (2018: 16,6 Prozent). Die niedrigere Margenquote wird durch eine selektive Preispolitik zur Stimulierung der Absätze und einem ungünstigeren Mix im Produktportfolio beeinflusst. Um dem Einfluss aus rückläufigem Geschäftsvolumen und dem sinkenden Margenertrag entgegenzuwirken, wurden zahlreiche Einsparmaßnahmen im Produktionsbereich implementiert. Zu dem Aktionsprogramm zählen u.a. die im März eingeführte Kurzarbeit, signifikante Preisreduzierungen unserer Lieferanten sowie umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität. Auch in den Vertriebs-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen wurde ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm umgesetzt. Neben einer restriktiven Einstellungspolitik trugen Kurzarbeit, definierte Sachkosteneinsparungen sowie selektive Investitionsfreigaben zu einer signifikanten Ergebnisstützung im ersten Halbjahr 2019 bei. Die Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Produktionswerkes in China beliefen sich im ersten Halbjahr 2019 auf 1,7 Mio. EUR.

Auftragsbestand reduzierte sich um 60 Prozent
Im Verlauf des 1. Halbjahres ergaben sich zunehmende Stornierungen bzw. Verschiebungen von Bestellungen der Kunden im Automobilsektor. Dies reflektiert sich in dem Auftragseingang, der mit 30,3 Millionen Euro um 60,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lag. In Folge reduzierte sich auch der Auftragsbestand, der zum Ende Juni 143,0 Millionen Euro (2018: 185,1 Millionen Euro) betrug. Von diesem Auftragsbestand stehen für das zweite Halbjahr 2019 noch rund 52 Millionen Euro zur Auslieferung in den Büchern. Der Auftragsbestand für 2020 beträgt noch über 90 Millionen Euro. Die weitere Entwicklung der Nachfrage der Automobilindustrie erscheint kurzfristig kaum vorhersagbar.

Projekt China
Der Bau eines Hochtechnologiewerkes in China ist voll im Plan. Das Gebäude ist erstellt, der Innenausbau ist in vollem Gange. Die Anlieferung und Installation der Maschinen wird im August beginnen, so dass aus derzeitiger Sicht dem Produktionsstart Anfang 2020 nichts entgegensteht. Ende Juni waren 56 Mitarbeiter in China beschäftigt. Zur Vorbereitung des Produktionsstarts werden wir im zweiten Halbjahr plangemäß die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppeln.

Ausblick
SCHWEIZER hat sich als unverzichtbarer Spezialist für Leistungselektronik und Sensorik etabliert. Eines von unseren zentralen Zukunftsprodukten ist die Embedding Technologie. Durch das Einbetten von Leistungshalbleitern in die Leiterplatte werden dem Kunden signifikante Vorteile im Bereich von 48-Volt Bordnetzen zur Reduktion von CO2- Ausstoßes ermöglicht. In Zusammenarbeit mit Infineon konnte SCHWEIZER ein enorm wichtiges Leitprojekt mit dem Automobilzulieferer Continental gewinnen. Der Start der Massenproduktion ist für das Jahr 2021 geplant und erfolgt sowohl im Werk in Schramberg als auch im neuen chinesischen Werk von SCHWEIZER. Wir sind damit ein wichtiger Partner für unsere Kunden im Automobilbereich zur zuverlässigen und kostenoptimierten Realisierung von Lösungen im Bereich E-Mobilität und CO2 Effizienz sowie Autonomes Fahren. Insbesondere aber auch für Kunden aus der Industrieelektronik spielen unsere Technologien für die Themen Automation und Sensorik im Rahmen von Industrie 4.0 eine immer bedeutsamere Rolle.

Der Ausblick für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für die nächsten Quartale sehr verhalten und wird u.a. durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, der drohenden Eskalation des Zollkonflikts zwischen USA und der Europäischen Union und der steigenden Gefahr eines ungeregelten Brexit geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und die andauernde Schwäche bei den weltweiten Automobil-Absatzzahlen werden auch im zweiten Halbjahr unmittelbar das Geschäft von SCHWEIZER negativ beeinflussen. Somit rechnen wir nicht mehr mit einer Erholung des Geschäfts im zweiten Halbjahr 2019. Aus derzeitiger Sicht ist jedoch auch nicht mit einer weiteren Abschwächung der Geschäftslage zu rechnen.

Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten korrigiert
Auf dieser Basis erwarten wir einen Umsatz von zwischen 120 Mio. EUR und 125 Mio. EUR, was einem Wachstum von zwischen minus 4 und 0 Prozent entspricht (bisher zwischen minus 5 und plus 5 Prozent). Die Konkretisierung der Umsatzprognose beruht auf einer konservativeren Annahme der Produktionsvolumina am Standort Schramberg, wogegen die Umsätze, die über die asiatischen Partner WUS und Meiko realisiert werden, weiterhin stabil bleiben. Damit wird sich die Umsatzstruktur weiterhin zugunsten der Handelsware verschieben.

Die ausbleibende Erholung der Geschäfte im zweiten Halbjahr, die anhaltende Schwäche der Nachfrage nach Leiterplatten Made in Schramberg sowie der planmäßig steigende Aufwand in China auf Basis des anstehenden Produktionsstarts werden auch im zweiten Halbjahr die Ergebnissituation des Konzerns belasten. Auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen rechnen wir für den Konzern mit einer EBITDA Quote zwischen 0 und 4 Prozent (bisherige Prognose zwischen 4 und 6 Prozent), was einem absoluten EBITDA von 0 bis 4 Mio. EUR entspricht.

 

Über SCHWEIZER
Die Schweizer Electronic AG steht für modernste Spitzentechnologie und Beratungskompetenz.
SCHWEIZERs hochwertige Leiterplatten und innovative Lösungen und Dienstleistungen für die Automobil-, Solar-, Industrie- und Luftfahrtelektronik adressieren zentrale Herausforderungen in den Bereichen Leistungselektronik, Einbett-Technologie und Kostenreduktion. Die Produkte zeichnen sich durch höchste Qualität sowie energie- und umweltschonende Eigenschaften aus. Das Unternehmen bietet in seinem Geschäftsfeld Electronic zusammen mit den Partnern WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd, Meiko Electronics Co. Ltd und Elekonta Marek GmbH & Co. KG kosten- und fertigungsoptimierte Lösungen für Klein-, Mittel- und Großserien an. In Zukunft soll mit dem Partner Infineon Technologies AG der Chip Embedding-Markt erschlossen werden.

Das im Jahr 1849 von Christoph Schweizer gegründete Unternehmen ist an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt (Ticker Symbol "SCE", "ISIN DE 000515623")zugelassen.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Christina Blake
Schweizer Electronic AG
Einsteinstraße 10
78713 Schramberg
Telefon: +49 7422 / 512-213
Fax: +49 7422 / 512-777-213
Email: communications@schweizer.ag
Besuchen Sie unsere Webseite: www.mehralsleiterplatten.de



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