Silverfleet Capital

  • Land: Deutschland

Nachricht vom 03.11.2020 | 10:20

Pressemitteilung: Buy & Build-Aktivität im ersten Halbjahr 2020 trotz Covid-19 auf stabilem Niveau

DGAP-News: Silverfleet Capital / Schlagwort(e): Marktbericht/Fusionen & Übernahmen
03.11.2020 / 10:20
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Pressemitteilung

Buy & Build-Aktivität im ersten Halbjahr 2020 trotz
Covid-19 auf stabilem Niveau
 
  • Der Buy & Build-Monitor von Silverfleet Capital für das erste Halbjahr 2020 zählt 253 Add-on-Akquisitionen, im Vergleich zu 387 im ersten Halbjahr 2019
  • Der Sektor TMT (Technology, Media & Telecom) zeigte sich besonders krisenfest und konnte eine bessere Performance als andere Sektoren verzeichnen
  • Skandinavien war die aktivste Region, gefolgt vom Vereinigten Königreich & Irland
  • Die Regionen DACH, Benelux und die iberische Halbinsel verzeichneten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 eine relativ stabile Performance bei der Anzahl an Add-on-Akquisitionen

München, London, Paris, 3. November 2020. Laut dem aktuellen europäischen Buy & Build-Monitor der Private Equity Gesellschaft Silverfleet Capital konnten Unternehmen mit Unterstützung durch Private Equity im ersten Halbjahr 2020 trotz der Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie eine bedeutende Anzahl an Zukäufen tätigen - diese Entwicklung unterstreicht die Krisenfestigkeit von Buy & Build-Strategien als Wertschöpfungsansatz.

Der europäische Buy & Build-Monitor misst die weltweiten Add-on-Aktivitäten von durch Private Equity-finanzierten Unternehmen mit Hauptsitz in Europa. Für das erste Halbjahr 2020 wurde eine vorläufige Anzahl von 253 Add-on-Akquisitionen ermittelt, davon 156 im ersten und 81 im zweiten Quartal 2020.

Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es nicht überraschend, dass dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr (387 Zukäufe im ersten Halbjahr 2019) einen Rückgang von 35 Prozent darstellt; zudem handelt es sich um das niedrigste Niveau an Add-on-Aktivität in einem ersten Halbjahr seit 2015. Auch das offengelegte Gesamtvolumen der getätigten Transaktionen war mit 1,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2020 geringer als im Vorjahr (2,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2019).

Trotz des wirtschaftlichen Abschwungs wurden im ersten Halbjahr 2020 sieben Add-on-Akquisitionen mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 65 Millionen Euro verzeichnet, verglichen mit zwölf im ersten Halbjahr 2019 und neun in der ersten Hälfte des Jahres 2018. Ein Großteil dieser Transaktionen erfolgte in den Sektoren Software und Healthcare.

Sektortrends
Der Sektor TMT (Technology, Media & Telecom) konnte zum Höhepunkt der Pandemie mit 26 Add-on-Akquisitionen im zweiten Quartal 2020 eine überdurchschnittliche Performance im Vergleich zu anderen Sektoren verzeichnen. Diese Transaktionen im TMT-Sektor stellen ein Drittel (32 Prozent) der gesamten ermittelten Zukäufe im zweiten Quartal dar; ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren, in denen der Anteil nur bei 20 Prozent lag.

Dieser Anstieg lässt sich wahrscheinlich auf die relative Stärke des Software- und Technologiesektors in der Krise zurückführen. Dieser Bereich konnte in den vergangenen Monaten eine Wachstumssteigerung verzeichnen, die größtenteils durch die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsplätzen und -prozessen sowie die arbeitnehmerfreundlichen Makrofaktoren in diesem Sektor getrieben wurde.

Geographische Trends
Ein Großteil der im Rahmen des Monitors beobachteten Regionen verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang der Add-on-Aktivität. Die iberische Halbinsel ist die einzige Region, für die mit 20 Zukäufen im ersten Halbjahr 2020 (18 im Vorjahr) ein Anstieg der Add-on-Aktivität ermittelt wurde.

Die Region mit der höchsten Gesamtaktivität im beobachteten Zeitraum ist Skandinavien mit 51 Add-on-Akquisitionen (89 im ersten Halbjahr 2019), gefolgt vom Vereinigten Königreich & Irland mit 38 Add-on-Akquisitionen im ersten Halbjahr 2020. Dennoch stellt dies für die Region einen signifikanten Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren dar; Brexit-Bedenken wirken hier wahrscheinlich noch einmal zusätzlich als Hemmschwelle für Buy & Build-Maßnahmen durch Unternehmen.

Die Regionen DACH, Benelux sowie die iberische Halbinsel zeigten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 relativ krisenfest.

Obwohl Silverfleet Capital im ersten Halbjahr 2020 keine Buy & Build-Aktivitäten tätigte, konnte unser britisches Portfolio-Unternehmen CARE Fertility kürzlich mit der Übernahme des Nuffield Health Woking Assisted Conception Service (ACS) seine insgesamt dritte Add-on-Akquisition unter unserer Ägide erfolgreich abschließen.

Zusammen mit den Akquisitionen der IVI Midland in Tamworth und der Countess of Chester Hospital's Fertility Clinic, beide im Jahr 2019, ermöglicht es dieser Zukauf CARE Fertility, seine Reichweite im Großraum London und den umliegenden Regionen noch weiter auszubauen. Diese Transaktion wurde im August 2020 abgeschlossen und wird im nächsten Buy & Build-Monitor gelistet werden.

"Ein nach wie vor stabiles Niveau an Buy & Build-Aktivität zeigt noch einmal, dass der Wertschöpfungsansatz Buy & Build ein hohes Maß an Krisenfestigkeit aufweist, selbst angesichts der Lockdown-Maßnahmen, die im ersten Halbjahr in den meisten europäischen Ländern verhängt wurden. Die überdurchschnittliche Performance des TMT-Sektors ist nicht überraschend, da viele Unternehmen zunehmend auf digitale Geschäftsmodelle setzen, um in der Krise sowohl betriebliche Stabilität als auch gleichbleibend hohe Unternehmensleistung zu gewährleisten. Add-on-Akquisitionen werden dieses Jahr auch weiterhin eine zentrale Rolle als Wachstumstreiber spielen, da die anhaltende Marktvolatilität attraktive Akquisitionsmöglichkeiten für wachstumsorientierte Unternehmen schafft", kommentiert Gareth Whiley, Managing Partner bei Silverfleet Capital, die Ergebnisse des Buy & Build-Monitors.

Den kompletten Buy & Build-Monitor in englischer Sprache finden Sie hier.

-Ende-

Über Silverfleet Capital
Silverfleet Capital ist als Private-Equity-Investor seit mehr als 30 Jahren im europäischen Mid-Market aktiv. Das 31-köpfige Investment-Team arbeitet von München, London, Paris, Stockholm und Amsterdam aus.

Aus dem zweiten, 2015 mit einem Volumen von 870 Millionen Euro geschlossenen unabhängigen Fonds wurden zahlreiche Investments getätigt, darunter: Coventya, ein französischer Entwickler von Spezialchemikalien; Sigma Components, ein Hersteller von Präzisionsbauteilen für die Zivilluftfahrt mit Sitz im Vereinigten Königreich; Lifetime Training, ein Anbieter von Trainingsprogrammen mit Sitz im Vereinigten Königreich; Pumpenfabrik Wangen, ein Hersteller von Spezialpumpen mit Sitz in Deutschland; Riviera Travel, ein Veranstalter von begleiteten Gruppenreisen und Kreuzfahrten mit Sitz im Vereinigten Königreich; 7days, ein deutscher Anbieter für medizinische Berufskleidung; Prefere Resins, ein in Europa führender Phenol- und Aminoharz-Hersteller, CARE Fertility, ein führender Betreiber von Fruchtbarkeitskliniken im Vereinigten Königreich, CoreDux, ein führender Entwickler und Hersteller von maßgeschneiderten, hochreinen Metallschläuchen für kritische industrielle Anwendungen, und Collectia, ein schnellwachsender, dänischer Anbieter von Inkasso- und Forderungskauf-Dienstleistungen mit kleiner Marktpräsenz auch in Schweden, Norwegen und Deutschland.

Silverfleet Capital unterhält zudem ein auf kleinere Mittelstandsunternehmen spezialisiertes Investment-Team, das bereits zwei erfolgreiche Investments getätigt hat: STAXS Contamination Control Experts, einen in den Benelux-Ländern führenden Lieferanten für Reinraum-Zubehör (abgeschlossen im Januar 2019), und TrustQuay, einen führenden Anbieter von Software zur Trust- und Fondsverwaltung für die Treuhand- und Unternehmensdienstleistungs-Branche.

Silverfleet erzielt Wertsteigerung, indem es in Unternehmen in seinen Kernsektoren investiert, die von spezifischen, langfristigen Trends profitieren. Diese Unternehmen unterstützt Silverfleet bei ihren zukünftigen Wachstumsstrategien. Im Rahmen dieser Strategien erfolgen Investitionen in organische Wachstumstreiber, Internationalisierungen, strategische Zukäufe oder operative Verbesserungsprozesse. Seit 2004 hat Silverfleet Capital 2,1 Milliarden Euro in 32 Unternehmen investiert.

Silverfleet hat sich auf vier Branchenschwerpunkte spezialisiert: Wirtschafts- und Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Produktion sowie Einzelhandel und Konsumgüter.

Seit 2004 hat der Private-Equity-Investor 29% seines Anlagevermögens in Unternehmen mit Hauptsitz in der DACH-Region investiert, 32% im Vereinigten Königreich und Irland, 21% in Skandinavien, 15% in Frankreich und den Benelux-Staaten und 3% in anderen Ländern.

Silverfleet Capital verfügt über einen soliden Investment Track Record. Zuletzt verkaufte Silverfleet Phase One, ein führendes Technologieunternehmen im Bereich digitaler High-End-Kamerasysteme und für Bildbearbeitungssoftware (Investment Multiple 4,6x); Ipes, einen führenden Anbieter von Outsourcing-Dienstleistungen für europäische Private-Equity-Unternehmen (Investment Multiple 3,7x); CCC, einen der führenden BPO-Services-Anbieter in Europa; Cimbria, einen dänischen Hersteller von landwirtschaftlichen Anlagen (Nennung des Investment-Multiples aus rechtlichen Gründen nicht möglich); Kalle, einen deutschen Hersteller von künstlichen Wurstpellen (Investment Multiple 3,5x); OFFICE, einen Schuhhändler mit Sitz im Vereinigten Königreich (Investment Multiple 3,4x); und Aesica, ein führendes pharmazeutisches CDMO Unternehmen (Investment Multiple 3,3x).

Mehr Informationen unter www.silverfleetcapital.com
 

Pressekontakt:
IWK Communication Partner
Florian Bergmann
+49 (0) 89 2000 30-30

silverfleetcapital@iwk-cp.com
www.iwk-cp.com


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