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Nachricht vom 31.07.2018 | 09:30

M1 Kliniken: 'Marktführer in der Schönheitsmedizin wird man in Deutschland nur mit Spitzenqualität'

DGAP-News: financial.de / Schlagwort(e): Sonstiges

31.07.2018 / 09:30
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M1 Kliniken: "Marktführer in der Schönheitsmedizin wird man in Deutschland nur mit Spitzenqualität"

Ob Faltenbehandlungen, Lidstraffung oder Brustvergrößerung: immer mehr Deutsche helfen beim Thema Schönheit nach. Die Nachfrage nach plastischen und ästhetischen Behandlungen steigt jährlich. Davon profitiert die börsennotierte M1 Kliniken AG.

Mit ihrer Marke M1 Med Beauty ist sie in wenigen Jahren zum Marktführer in Deutschland aufgestiegen. Allein im Jahr 2017 wurden rund 150.000 Behandlungen durchgeführt. Im Interview erklärt M1 Vorstand Dr. Walter von Horstig über die Strategie, den Klinikalltag und warum die Kombination von hoher Qualität und niedrigen Preisen funktioniert.

Dr. von Horstig, stellen Sie die M1 Gruppe bitte kurz vor.

Horstig: Die M1 Kliniken bietet im ästhetischen und chirurgischen Bereich Produkte und Dienstleistungen mit höchstem Qualitätsstandard an. Unter der Marke M1 Med Beauty betreiben wir deutschlandweit inzwischen 20 Fachzentren für schönheitsmedizinische Behandlungen sowie in Berlin die Schlossklinik für plastische und ästhetische Chirurgie mit sechs Operationssälen und 35 Betten. Darüber hinaus vermarkten wir hochwertige Pflegeprodukte sowie Medizinprodukte und Arzneimittel

Welche Behandlungen werden bei Ihnen am häufigsten nachgefragt?

Horstig: In unseren ambulanten Fachzentren sind dies vor allem Faltenbehandlungen mit Botox und Hyaluronsäure. Bei den chirurgischen Eingriffen führen wir insbesondere Brustvergrößerungen, Lidstraffungen und Fettabsaugungen durch.

Für eine Brust-OP muss ich also zu Ihnen nach Berlin kommen?

Horstig: Eine Reise lohnt sich. Unsere chirurgische Fachklinik ist die wahrscheinlich modernste Einrichtung dieser Art in Europa.

Unsere erfahrenen Fachärzte beraten unsere Kunden jedoch auch vor Ort. Für die Beratung nutzen wir unsere Fachzentren und für den Eingriff eine Belegklinik in der jeweiligen Region.

In nur sechs Jahren haben Sie den Markt aufgerollt und sind heute mit einem Jahresumsatz von 47 Mio. Euro führend. Wie war das möglich?

Horstig: Durch Spezialisierung. So wie es Experten und Krankenkassen seit Jahren für den gesamten Klinikmarkt fordern. Wir bei M1 konzentrierten uns als Erste auf ausgewählte Behandlungen innerhalb der ästhetischen und plastischen Medizin. Im Jahr 2012 haben wir unseren ersten Standort in Berlin eröffnet und zunächst den Markt, unsere Kunden und Zulieferer kennengelernt. In dieser Zeit standen die konsequente Optimierung der Qualität, der Prozesse und der Wertschöpfungskette im Vordergrund. Dann begann im Jahr 2015 die Expansion.

Warum ist Spezialisierung in der Medizin so wichtig?

Horstig: Sie ist der Schlüssel für hohe Qualität und niedrige Kosten. Personal und Infrastruktur können konsequent auf die Spezialgebiete ausgerichtet werden. Studien belegen dies: Niedrigere Komplikationsraten und bessere Ergebnisse.

Wie beeinflusst Spezialisierung die Qualität konkret bei ihnen?

Horstig: Bei uns können sich Ärzte auf das Wesentliche konzentrieren: Patienten beraten und behandeln. Beispiel Brust-OP: Ein niedergelassener plastischer Chirurg kommt vielleicht auf zwei Eingriffe pro Woche, da er sonst auch zahlreiche andere Behandlungen durchführt und Verwaltungsaufgaben der Praxis übernehmen muss. Bei M1 führt er an zwei Tagen pro Woche jeweils vier bis fünf Eingriffe durch. So kommt er auf rund 400 Eingriffe pro Jahr. Genug, um ein echter Spezialist zu sein - und trotzdem weit entfernt von Fließbandarbeit. Die übrigen Tage dienen der Beratung, Nachbehandlung und Weiterbildung. Diese Routine führt dazu, dass unsere Gesamtkomplikationsrate bei unter einem Prozent und damit weit unter dem Durchschnitt liegt.

Zum Erfolg tragen sicher auch ihre Preise bei. Sie liegen beispielweise bei Brustvergrößerungen mit 2.400 Euro und Unterspritzungen ab 99 Euro deutlich unter dem Marktdurchschnitt.

Horstig: Natürlich. Dies sind ebenso Resultate unserer Spezialisierung. Der zentralisierte Einkauf ermöglicht uns den Einsatz modernster technischer Infrastruktur und hochwertigster Produkte zu einem Preis, den einzelne Ärzte oder auch breit aufgestellte Wettbewerber nicht bekommen können. Zudem erzielen wir eine hohe Auslastung unserer Räumlichkeiten und Medizintechnik. Die beschriebenen Kostenvorteile geben wir an unsere Kunden weiter und erzielen gleichzeitig eine vernünftige Marge. So bieten wir Kunden, die sich bisher keine medizinisch-ästhetischen Behandlungen leisten konnten oder ins Ausland ausweichen mussten, Spitzenmedizin vor Ort und begrüßen immer mehr Kunden aus dem Ausland wie beispielsweise Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Eine Brustvergrößerung für 6.000 Euro ist also nicht besser?

Horstig: Aus medizinischer Sicht ist ein solcher Preis nicht zu rechtfertigen. Er kann eher ein Zeichen dafür sein, dass zu teuer eingekauft wird, ineffizient gearbeitet wird oder einfach ein zu hoher Gewinn erzielt werden soll. Wir verwenden hochwertige Markenprodukte, modernste Geräte und unsere mehr als 60 Ärzte verfügen über eine größere Routine. Übrigens sind hohe Preise auch kein Erfolgsgarant. Manche Kliniken schreiben dennoch rote Zahlen.

Stichwort Routine. Wie sieht der Klinikalltag bei Ihnen aus?

Horstig: Der Klinikalltag passt zu unserem hohen Qualitätsanspruch. Es gibt bei uns keine Spät-, Nacht- oder Wochenendschichten, so dass unsere Ärzte und Krankenschwestern aufgrund der geregelten Arbeitszeiten immer ausgeruht und konzentriert sind.

Ein Arzt muss aufgrund der niedrigen Preise also nicht mehr Operationen durchführen?

Horstig: Richtig. Um nachhaltig erfolgreich zu sein, macht es anders auch überhaupt keinen Sinn. Marktführer wird man nur mit Spitzenqualität und zufriedenen Kunden. In 2017 haben wir über 150.000 Behandlungen durchgeführt. 70 Prozent der Kunden waren nicht zum ersten Mal bei uns.

Sie haben im vergangenen Jahr die Anzahl der Behandlungen um rund 50.000 gesteigert. Ist dies nicht eine große Herausforderung, auch für die Qualität?

Horstig: Selbstverständlich. Und wir arbeiten hart daran, unsere Qualitätsstandards laufend zu optimieren. Mit Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow als Medizinischem Direktor und Krankenhaushygieniker haben wir einen national und international ausgewiesenen Experten in unserem Team. Im klinischen Ablauf haben wir Qualitätsprozesse wie CIRS und Team Time Out etabliert. Zudem führen wir laufend Aus- und Weiterbildungen durch und haben inzwischen sogar eine eigene Akademie gegründet.

Wie M1 ist auch die gesamte Schönheits-Branche in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Kann dies so weiter gehen?

Horstig: Wir erwarten auch in den kommenden Jahren eine solide steigende Nachfrage von über 10 Prozent. Deutschland hat dabei weiterhin Nachholpotenzial. Trotz weniger Kaufkraft werden in Italien - bezogen auf die Einwohnerzahl - mehr Eingriffe durchgeführt. Von Brasilien ganz zu schweigen. Brasilien hat auch gezeigt, dass selbst ein konjunktureller Abschwung nicht zu sinkender Nachfrage führen muss. Darüber hinaus erschließen wir aktiv Märkte und Kundengruppen. Denn die Nachfrage nach Schönheitsbehandlungen ist preissensitiv. Eine Analyse der GfK hat gezeigt, dass wenn sich die Preise halbieren, sich die Nachfrage verzehnfachen kann. Daher sehen wir weitere attraktive Selbstzahlersegmente, deren Strukturen wir durch unsere Strategie aufbrechen und Wachstumspotenziale erschließen können.

In welchen Bereichen wollen Sie konkret wachsen?

Horstig: Insgesamt wollen wir schneller wachsen als der Markt. Um dies zu erreichen bietet zunächst unser Stammgeschäft in Deutschland weiterhin großes Potenzial. In Essen richten wir gerade eine neue Klinik ein, und die Zahl der Fachkliniken wollen wir hierzulande bis 2020 von 20 auf ca. 30 erhöhen. Mit Blick auf neue Selbstzahlermärkte schließen wir derzeit die Kennenlernphase ab und wollen schon im zweiten Halbjahr die Expansion beginnen. Darüber hinaus werden wir unser Geschäftsmodell international ausrollen und M1 zur führenden Marke in Sachen Schönheit in Europa weiterentwickeln. Das erste Fachzentrum außerhalb Deutschlands soll in Kürze Wien eröffnet werden. Bis 2020 wollen wir in europäischen Metropolen 20 Fachzentren eröffnen und dann insgesamt 50 betreiben.




Kontakt:
Götz Klempert

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Telefon: 089 / 210298 - 0
Telefax: 089 / 210298 - 49

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