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Nachricht vom 08.04.2020 | 14:10

financial.de - Northern Data AG: 'Massiver Anstieg der Nachfrage durch Corona'

DGAP-News: financial.de / Schlagwort(e): Sonstiges
08.04.2020 / 14:10
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Northern Data AG: "Massiver Anstieg der Nachfrage durch Corona"

Die Frankfurter Northern Data AG (ISIN: DE000A0SMU87) hat sich innerhalb kürzester Zeit eine führende Position als Anbieter von Lösungen im High Performance Computing (HPC) erarbeitet. Das Wachstum der Gesellschaft ist getrieben von einer enormen Nachfrage nach ihren Computing-Lösungen, die aufgrund der aktuellen Corona-Krise noch beschleunigt wird. "In den vergangenen Jahren war High Performance Computing ein Nischenthema, die erste relevante Anwendung war der Blockchain-Sektor. Doch heute sieht es völlig anders aus: Immer mehr Anwendungen werden von der Industrie nachgefragt, sei es im Bereich Autonomes Fahren, Biotech-Wirkstoffforschung oder 3D-Games-Streaming, um nur einige zu nennen. Wir sprechen bereits heute von einem Markt im mittleren zweistelligen Milliardenbereich mit enormem Wachstum. Der gesamte Bereich explodiert nachfragemäßig vor unseren Augen", erläutert CEO Aroosh Thillainathan im Management-Interview mit Financial.de.

Größtes Rechenzentrum der Welt für HPC

Als First Mover im Bereich HPC verfügt das Unternehmen über einen Innovationsvorsprung, auf dessen Basis es seine Rechenzentren mit höchster Zeit- und Kosteneffizienz betreibt. In den nächsten Tagen nimmt die Northern Data AG in Texas das größte Rechenzentrum der Welt für HPC in Betrieb. Mit einer selbst entwickelten künstlichen Intelligenz steuert und überwacht sie dort hunderttausende Hochleistungs-Rechner gleichzeitig. "Wir haben es geschafft, im unglaublich dynamisch wachsenden Markt des High Performance Computings eine weltweit führende Position einzunehmen. Wenn es um massive Energiekapazitäten, extremes Kühlungsmanagement und automatisierte Steuerung für High Performance Computing im Bereich Large-Scale geht, stehen wir weltweit an der Spitze", ist Thillainathan überzeugt.

Texas sei der optimale Standort für das neue Rechenzentrum: "Dort steht die weltweit kostengünstigste Energie in großen Mengen zuverlässig zur Verfügung. Das haben wir mit langfristigen Verträgen abgesichert, denn die Kapazität, die wir bis 2023 planen - 3,6 Gigawatt - ist enorm. Trotz dieser enormen Mengen wird der Energiemix neben Erdgas, das in Texas im Überfluss vorhanden ist, immer stärker aus den regenerativen Energieträgern Wind und Sonne gespeist. Texas ist heute schon der US-Bundesstaat mit der höchsten Produktion an Windenergie, und Solar wird stark ausgebaut - auch das war für uns ausschlaggebend."

400 bis 500 Mio. Euro Umsatz pro Jahr und Gigawatt

Die Skalierung soll schnell gelingen. Bis Ende des Jahres will Northern Data in Texas eine Kapazität von einem Gigawatt verfügbar haben. Davon wird ein Drittel in den kommenden Tagen in Betrieb gehen, weitere Tranchen von mehreren Hundert Megawatt stehen nach Angaben von Thillainathan kurz vor der Unterzeichnung. Für Northern Data bedeutet dies einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung, wie der CEO im Gespräch mit Financial.de bekräftigt: "Pro Gigawatt machen wir zwischen 400 und 500 Mio. Euro Umsatz pro Jahr, bei einer Bruttogewinnmarge von 40 bis 50 Prozent. Und das bei Verträgen mit einer festen Vertragsdauer von bis zu 10 Jahren."

Aktuell sieht sich Northern Data mit "einem massiven Anstieg der Nachfrage nach Rechenkapazitäten konfrontiert". "Medizinische Forschungsteams erhalten durch den Einsatz von HPC erstmals die Möglichkeit, beschleunigt neuartige Wirkstoffe zu entwickeln, die schnellstmöglich gegen das Coronavirus eingesetzt werden können. Darüber hinaus profitieren wir massiv von den sich verändernden Arbeitsumständen. Der weltweite Einsatz von Arbeitnehmern im Homeoffice und der damit verbundene Einsatz von digitalen Anwendungen wie Videokonferenz-Tools sorgt für eine explosionsartige Nachfrage nach Datenkapazitäten", so Thillainathan im Financial.de-Interview.

Um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden, beabsichtigt Northern Data den beschleunigten Ausbau von Kapazitäten an den bestehenden Standorten sowie die Entwicklung weiterer Standorte in Kanada und Skandinavien. Und der CEO weiß, wo die Reise hingehen soll: "Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, können wir mit diesem Rückenwind in den kommenden Jahren selbst einen milliardenschweren Konzern von Weltrang aufbauen. Noch stehen wir ganz am Anfang, aber wir machen gerade große Fortschritte auf diesem Weg."

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