EVN AG

  • WKN: 878279
  • ISIN: AT0000741053
  • Land: Austria

Nachricht vom 26.02.2015 | 08:00

EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15


DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis

2015-02-26 / 08:00

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Geschäftsverlauf im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15
(1. Oktober 2014 - 31. Dezember 2014)

Highlights

* Konzernergebnis über Vorjahresniveau
* Stromerzeugung durch Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion und
Vollbetrieb des Kraftwerks Duisburg-Walsum deutlich gesteigert
* 10 %ige Energiepreissenkung bei Strom für einen durchschnittlichen
niederösterreichischen Haus-haltskunden seit 1. Oktober 2014
* Investitionsoffensive: 1 Mrd. Euro in den kommenden 4 Jahre in
Niederösterreichs Versorgungssicher-heit und in den Ausbau der erneuerbaren
Energie
* Veräußerung der Natriumhypochloritanlage an das Wasserversorgungs- und
Abwasserentsorgungsunternehmen der Stadt Moskau
* Ausblick 2014/15: Konzernergebnis über dem Niveau des Geschäftsjahres
2012/13

Kennzahlen

* Umsatzerlöse: +8,7 % auf 599,9 Mio. Euro
* EBITDA: +32,3 % auf 184,8 Mio. Euro
* Operatives Ergebnis (EBIT): +53,5 % auf 121,2 Mio. Euro
* Konzernergebnis: +66,1 % auf 73,1 Mio. Euro
* Cash Flow aus dem operativen Bereich: -50,4 % auf 92,4 Mio. Euro
* Nettoverschuldung: 1.352,5 Mio. Euro (30.09.2014: 1.622,4 Mio. Euro)

Energiewirtschaftliches Umfeld

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 war in Österreich von im
Vergleich zum Vorjahr deutlich wärmeren Temperaturen geprägt, die zudem
über dem langjährigen Durchschnitt lagen. Die Heizgradsumme ging damit
gegenüber dem Vorjahr um 11,5 % zurück. In Südosteuropa waren
unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Während die Heizgradsumme in
Mazedonien um 6,8 % unter dem Vorjahreswert lag, wurde in Bulgarien ein
Anstieg um 2,5 % verzeichnet.

Der fortgesetzte Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren
Energieträgern in Österreich und Deutschland sowie die niedrigen Preise für
Kohle und - trotz des leichten Anstiegs nach wie vor - auch für
CO2-Emissionszertifikate führten in der Berichtsperiode zu einem weiteren
Rückgang der Termin- und Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom.

Gestiegenes Konzernergebnis 

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal 2014/15 um 8,2 % gegenüber
dem Vergleichszeitraum auf 599,9 Mio. Euro. Ausschlaggebend für diese
Entwicklung waren der Vollbetrieb des Kraftwerks Duisburg-Walsum und die
damit verbundene Vermarktung der Erzeugungsmengen, die
Erdgasvermarktungsaktivitäten im Konzern, die Effekte aus den letzten
Preisentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien sowie erhöhte Erlöse aus
der thermischen Abfallverwertung in Österreich. Diese positiven Effekte
konnten den Rückgang im Netzgeschäft, bedingt durch die Netztarifsenkung im
Strombereich bzw. den temperaturbedingten Rückgang im Erdgasgeschäft, mehr
als kompensieren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 26,1 Mio. Euro auf
47,8 Mio. Euro. Maßgeblich dafür war der positive Abschluss der
Verhandlungen mit der Stadt Moskau im Zusammenhang mit dem Projekt
Natriumhypochloritanlage, der im Oktober 2014 zum Verkauf der Anteile an
der Projektgesellschaft führte. Der Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter erhöhte sich um 2,6 % auf
37,8 Mio. Euro. Ein durch den milden Winter 2014/15 sowie die
durchschnittlich 10%ige Endkundenpreissenkung für Strom per 1. Oktober 2014
verringerter Ergebnisbeitrag der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG konnte
durch gesteigerte Ergebnisse unter anderem der Rohöl-Aufsuchungs AG sowie
der Energie Burgenland AG mehr als ausgeglichen werden.

Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem um 32,3 % höheren EBITDA von
184,8 Mio. Euro. Die lau-fenden Abschreibungen erhöhten sich um 4,8 % auf
63,6 Mio. Euro, wobei der überwiegende Teil des Anstiegs aus der
planmäßigen Abschreibung des Kraftwerks Duisburg-Walsum nach dessen
Inbetriebnahme stammte. Auf Basis dieser Entwicklungen ergab sich ein im
Vorjahresvergleich um 53,5 % gestiegenes EBIT von 121,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis lag mit -24,4 Mio. Euro um 33,2 % unter jenem des
Vorjahreszeitraums. In Summe wurde ein Konzernergebnis in Höhe von 73,1
Mio. Euro erzielt, welches damit um 66,1 % über dem Vorjahresergebnis lag.

Gesunkene Nettoverschuldung; solide Bilanzstruktur
 
Der Cash Flow aus dem Ergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum
hauptsächlich bedingt durch das gesteigerte Ergebnis vor Ertragsteuern,
geringerer unbarer Ergebniskomponenten aus den At-Equity-Beteiligungen und
den gestiegenen langfristigen Rückstellungen um 21,7 % auf 166,6 Mio. Euro.
Der Cash Flow aus dem operativen Bereich ging um 93,9 Mio. Euro auf 92,4
Mio. Euro zurück, was auf ein erhöhtes Working Capital zurückzuführen ist.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich von 60,9 Mio. Euro lag um 248,2
Mio. Euro über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung war vor
allem durch den Verkauf der Natriumhypochloritanlage deutlich positiv
beeinflusst.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2014 um
20,5 % auf 1.352,5 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich bedingt durch
das Ergebnis des ersten Quartals 2014/15 um 1,4 % auf 2.669,8 Mio. Euro.
Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2014 auf
40,0 % (30. September 2014: 38,5 %). Das Gearing sank auf 50,7 % im
Vergleich zu 61,6 % per 30. September 2014. Die durch die 86.
Hauptversammlung am 15. Jänner 2015 genehmigte Dividende von 0,42 Euro pro
Aktie für das Geschäftsjahr 2013/14 wurde am 28. Jänner 2015 ausgeschüttet
und ist daher im Eigenkapital noch nicht abgebildet.

Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

EVN investiert im Rahmen der "EVN Investitionsoffensive" in den nächsten
vier Jahren rund eine Milliarde Euro in Versorgungssicherheit, erneuerbare
Energie und sauberes Trinkwasser in Niederösterreich.

Im ersten Quartal 2014/15 wurden im Einklang mit der Investitionsstrategie
die Investitionen in die Netzinfrastruktur zur Aufrechterhaltung der
Versorgungssicherheit in Niederösterreich weiterhin forciert. Im Bereich
der Stromnetze lag der Fokus der Investitionen auf dem Netzausbau zur
Anbindung der im Netzgebiet intensiv ausgebauten Erzeugung aus erneuerbarer
Energie. Um die gestiegene Stromeinspeisungsmenge aus Windenergie
transportieren zu können, wurden das 110-kV-Netz verstärkt sowie
Umspannwerke erweitert. Zudem wird laufend am Ausbau und an der
Ertüchtigung der Verteilnetze gearbeitet, um die Versorgungssicherheit für
die Kunden sicherzustellen.

Im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen
lag der Fokus der Investitionstätigkeiten im Berichtszeitraum auf dem in
Bau befindlichen Windpark Prottes-Ollersdorf sowie dem Anlagen- und
Netzausbau im Naturwärmebereich.

Mit 1. Jänner 2015 wurden die regulierten Netztarife in Niederösterreich um
rund 1 % bei Strom und um rund 3 % bei Gas gesenkt. Zuvor war per 1.
Oktober 2014 im Rahmen der EnergieAllianz schon der Energiepreis für Strom
gesenkt worden. Für einen durchschnittlichen Haushalt in Niederösterreich
mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh verringerte sich der Energiepreis
dadurch um 10 %.

Umweltgeschäft

Im internationalen Projektgeschäft arbeitet die EVN derzeit an der
Realisierung von acht Projekten. Im November 2014 wurde im rumänischen
Zalau der Vertrag zur Erweiterung der örtlichen Kläranlage für 85.000
Einwohner unterzeichnet. Der Auftrag umfasst die Fertigstellung und den
Ausbau der bestehenden Anlage sowie die Errichtung einer
Schlammbehandlungsanlage mit Biogasnutzung. Nach den Aufträgen in
Gherla/Huedin sowie in Silvaniei ist Zalau bereits das dritte Umweltprojekt
der EVN in Rumänien.

In der zypriotischen Stadt Larnaca wurde in der Berichtsperiode mit der
Inbetriebnahme der Kläranlage, die im vergangenen Geschäftsjahr baulich
fertiggestellt wurde, begonnen. Auch im polnischen Krakau wurden erste
Schritte für die Inbetriebnahme der für 370.000 Einwohner ausgelegten
Kläranlage Kujawy gesetzt.

Im Bereich der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich arbeitete die EVN
auch in der Berichtsperiode an mehreren Projekten zur Verbesserung der
Trinkwasserqualität. Im Dezember 2014 konnte in Drösing, Niederösterreich,
mit der Inbetriebnahme einer Naturfilteranlage, die den Härtegrad des
Wassers auf natürliche Weise reduziert, begonnen werden. Zudem sind für das
Frühjahr 2015 die Inbetriebnahme einer gleichartigen Anlage in
Obersiebenbrunn sowie der Baubeginn einer weiteren Naturfilteranlage in
Zwentendorf an der Zaya geplant. Damit kann zukünftig die Wasserqualität
für die rund 100.000 Einwohner der betreffenden Regionen verbessert werden.
Die EVN ist der Trinkwasserlieferant für mehr als 500.000 Einwohner in
Niederösterreich.


Ausblick

Auf Basis der Entwicklungen im ersten Quartal 2014/15 können wir an unserem
Ausblick für das Geschäftsjahr 2014/15 festhalten. Das Konzernergebnis wird
wieder über dem Niveau des Jahres 2012/13 erwartet. Die regulatorischen
Rahmenbedingungen, die Entwicklungen in den eingeleiteten Verfahren im
Zusammenhang mit den Forderungen aus den Tarifentscheidungen in Bulgarien
und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie der Fortgang
der Aktivitäten in Moskau sind geeignet, das Konzernergebnis wesentlich zu
beeinflussen.

Den vollständigen Aktionärsbrief zum ersten Quartal 2014/15 finden Sie
unter www.investor.evn.at.



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2015-02-26 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Sprache:        Deutsch                                             
Unternehmen:    EVN AG                                              
                EVN Platz                                           
                2344 Maria Enzersdorf                               
                Österreich                                          
Telefon:        +43-2236-200-12294                                  
Fax:            +43-2236-200-82294                                  
E-Mail:         info@evn.at                                         
Internet:       www.evn.at                                          
ISIN:           AT0000741053                                        
WKN:            074105                                              
Indizes:        ATX                                                 
Börsen:         Auslandsbörse(n) Wien (Amtlicher Handel / Official  
                Market)                                             
 
 
Ende der Mitteilung    DGAP News-Service  
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