Deutsche EuroShop AG

  • WKN: 748020
  • ISIN: DE0007480204
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 12.11.2020 | 18:00

Deutsche EuroShop AG:Deutliche Erholung des Geschäfts im 3. Quartal / Pandemieverlauf und behördliche Einschränkungen erneut Belastungsfaktoren für den Centerbetrieb

DGAP-News: Deutsche EuroShop AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen
12.11.2020 / 18:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Deutsche EuroShop: Deutliche Erholung des Geschäfts im 3. Quartal / Pandemieverlauf und behördliche Einschränkungen erneut Belastungsfaktoren für den Centerbetrieb

  • Kundenfrequenzen und Mieterumsätze im 3. Quartal bei durchschnittlich 78% bzw. 89% des Vorjahresniveaus
  • Cash Collection Ratio im 3. Quartal stark verbessert auf 92 %
  • Coronabedingte Umsatzausfälle und Wertberichtigungen auf Mietforderungen belasten das Neunmonatsergebnis
  • EPRA Earnings je Aktie: 1,47 EUR (-24,6 %)
  • FFO je Aktie: 1,47 EUR (-18,8 %)
  • Solide Bilanzstruktur (LTV: 31,5 %) und Liquidität (213,3 Mio. EUR)


Hamburg, 12. November 2020 - Die operativen Kennzahlen des Shoppingcenter-Investors Deutsche EuroShop haben sich nach dem coronabedingten Lockdown in der ersten Jahreshälfte 2020 im 3. Quartal deutlich erholt.

Bis Ende September sind die Kundenfrequenzen in den Centern der Deutsche EuroShop auf 78 % und die Mieterumsätze auf 89 % des Vorjahresniveaus angestiegen. Das als Collection Ratio bezeichnete Verhältnis der gezahlten zur fälligen Miete hat sich ebenfalls deutlich verbessert. Nachdem im 2. Quartal durchschnittlich 55 % aller Mietforderungen beglichen wurden, lag die Collection Ratio für das 3. Quartal bei 92 %.

Operativ war das Geschäft besonders im 2. Quartal von massiven Einschränkungen geprägt. In dieser Situation hat die Deutsche EuroShop in den ersten neun Monaten 2020 bei einem Umsatz von 164,4 Mio. EUR (-1,9 % gegenüber der Vorjahresperiode) ein aufgrund höherer Wertberichtigungen auf Mietforderungen deutlich gesunkenes Nettobetriebsergebnis (NOI) von 121,1 Mio. EUR erzielt. Das EBIT reduzierte sich entsprechend auf 118,1 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern und ohne Bewertungsergebnis ist auf 93,4 Mio. EUR zurückgegangen, 23,2 % weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Die EPRA-Earnings sanken um 24,6 % auf 90,8 Mio. EUR, die Funds from Operations um 18,6 % auf 90,9 Mio. EUR.

Die Corona-Pandemie hat sich darüber hinaus auf die erstmals zum Halbjahr vorgenommene Bewertung des Immobilienvermögens des Konzerns ausgewirkt und zu einem negativen Bewertungsergebnis von insgesamt 221,3 Mio. EUR geführt. Das Konzernergebnis fiel dadurch auf -105,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 93,3 Mio. EUR). Die Deutsche EuroShop verfügt weiter über solide Finanzkennzahlen. Die Verschuldungsquote (Loan-to-Value) beträgt 31,5 % und die Liquidität liegt bei 213,3 Mio. EUR.

"Insgesamt gab es seit den Wiedereröffnungen einen klar positiven Trend, obwohl die Geschäftsaktivitäten in einigen Segmenten noch deutlich von ihren Normalniveaus entfernt waren. Diese Gesamtentwicklung zeigt uns, dass die Konsumenten den stationären Handel sowie das Einkaufen in unseren attraktiven Shoppingcentern weiter sehr schätzen. Das reale Shoppingerlebnis wird auch nach Ausbruch der Corona-Pandemie gesucht und die aktuellen Sicherheitsauflagen und Beschränkungen werden akzeptiert, so dass ein sicherer Centerbetrieb möglich ist", erläutert Wilhelm Wellner, Sprecher des Vorstands. "Allerdings bleibt die Situation angespannt. Die Entwicklung der Ansteckungszahlen in den letzten Wochen und die damit einhergehenden behördlichen Geschäftsschließungen bzw. Einschränkungen des Geschäftsbetriebes sowie das wieder zurückhaltende Konsumentenverhalten wirken sich erneut negativ auf unsere Kundenfrequenzen und die Umsätze unserer Mieter aus."

Die weitere Entwicklung der allgemeinen Wirtschafts- sowie die Pandemielage und deren Auswirkungen auf das Geschäft der Deutsche EuroShop und ihrer Mieter sind weiter mit deutlichen Unwägbarkeiten behaftet. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ist auf dieser Basis verlässlich nicht möglich. Der Vorstand sieht die Deutsche EuroShop aber auf Basis der soliden Bilanz, der niedrigen Verschuldung und einer stabilen Liquiditätssituation weiterhin gut gerüstet für die aktuellen Herausforderungen.


Vollständiger Zwischenbericht

Der vollständige Zwischenbericht ist als PDF-Datei und als ePaper im Internet abrufbar unter
www.deutsche-euroshop.de/ir


Internet-Übertragung der Telefonkonferenz

Die Deutsche EuroShop überträgt am Freitag, den 13. November 2020 um 10:00 Uhr ihre englischsprachige Telefonkonferenz live als Webcast im Internet unter www.deutsche-euroshop.de/ir


Deutsche EuroShop - Die Shoppingcenter-AG

Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesellschaft, die ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert. Das SDAX-Unternehmen ist zurzeit an 21 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn beteiligt. Zum Portfolio gehören u. a. das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig.

 


Wesentliche Konzernkennzahlen
               
in Mio. €   01.01.-30.09.2020   01.01.-30.09.2019   +/-  
Umsatzerlöse   164,4   167,6   -1,9 %  
Nettobetriebsergebnis (NOI)   121,1   150,1   -19,4 %  
EBIT   118,1   146,9   -19,6 %  
EBT (ohne Bewertungsergebnis1)   93,4   121,6   -23,2 %  
EPRA2 Earnings5   90,8   120,5   -24,6 %  
FFO   90,9   111,7   -18,6 %  
Konzernergebnis   -105,5   93,3   -213,1 %  
               
in €   01.01.-30.09.2020   01.01.-30.09.2019   +/-  
EPRA2 Earnings je Aktie5   1,47   1,95   -24,6 %  
FFO je Aktie   1,47   1,81   -18,8 %  
Ergebnis je Aktie   -1,71   1,51   -213,2 %  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien   61.783.594   61.783.594   0,0 %  
               
in Mio. €   30.09.2020   31.12.2019   +/-  
Eigenkapital3   2.482,3   2.601,5   -4,6 %  
Verbindlichkeiten   1.928,0   1.957,1   -1,5 %  
Bilanzsumme   4.410,3   4.558,6   -3,3 %  
Eigenkapitalquote in %3   56,3   57,1      
LTV-Verhältnis in %4   31,5   31,5      
Liquide Mittel   213,3   148,1   44,0 %  
               
1 inklusive des Anteils der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt
2 European Public Real Estate Association              
3 inklusive Fremdanteile am Eigenkapital              
4 Loan to Value (LTV): Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) zu langfristigen Vermögenswerten (Investment Properties und nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen)

5 Die EPRA Earnings beinhalten in der Vorjahresperiode eine einmalige Steuererstattung inklusive aufgelaufener Zinsen für Vorjahre. Ohne diese Steuererstattung hätten die EPRA Earnings im Vorjahr 111,5 Mio. € bzw. 1,81 € je Aktie betragen.


Update November 2020 zur Corona-Pandemie

Die Deutsche EuroShop informiert über aktuelle Entwicklungen und ausgewählte Kennzahlen aus den 21 Shoppingcentern ihres Portfolios seit Beginn der Corona-Pandemie (Stand 12. November 2020):

Besucherfrequenzen im Vergleich zum Vorjahr:

März  April  Mai  Juni  Juli  August  September  Oktober 
55 %  28 %  61 %  71 %  78 %  80 %  78 %  78 % 
 

Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Vorjahr in den deutschen Centern:

März  April  Mai  Juni  Juli  August  September 
52 %  31 %  67 %  82 %  88 %  90 %  89 % 
 

Entwicklung der Collection Ratio:

März  April  Mai  Juni  Juli  August  September  Oktober 
96 %  49 %  54 %  64 %  89 %  94 %  92 %  96 % 


12.11.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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