Meier Tobler Group AG

  • WKN: A1T798
  • ISIN: CH0208062627
  • Land: Schweiz

Nachricht vom 20.08.2019 | 07:00

MEIER TOBLER MIT UMSATZRÜCKGANG IM ERSTEN HALBJAHR 2019, ABER DEUTLICHER ERGEBNISVERBESSERUNG DANK ABGESCHLOSSENER INTEGRATION UND POSITIVEM MARGENTREND

Meier Tobler Group AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis

20.08.2019 / 07:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Nebikon, 20. August 2019

MEIER TOBLER MIT UMSATZRÜCKGANG IM ERSTEN HALBJAHR 2019, ABER DEUTLICHER ERGEBNISVERBESSERUNG DANK ABGESCHLOSSENER INTEGRATION UND POSITIVEM MARGENTREND

Umsatz des fortgeführten Geschäfts 4.2 Prozent unter Vorjahresperiode

EBITDA im fortgeführten Geschäft um 14.4 Prozent auf CHF 11.8 Mio. gesteigert

Integration planmässig abgeschlossen, gemeinsame IT-Plattform erfolgreich eingeführt

Cyberattacke ist überstanden

Ausblick: Umsatzstabilisierung und positives Konzernergebnis im Gesamtjahr 2019
  Meier Tobler weist für das erste Halbjahr im fortgeführten Geschäft (ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich Keramikland) einen Nettoumsatz von CHF 236.9 Mio. aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 4.2 Prozent, resultierend hauptsächlich aus dem Systemgeschäft mit Heizungsanlagen sowie aus einem Basiseffekt bei Grossprojekten (die im ersten Halbjahr des Vorjahres verbucht wurden). Die Umsätze im Handelsgeschäft und im Service bewegten sich auf Vorjahresniveau. Der EBITDA konnte im fortgeführten Geschäft auf CHF 11.8 Mio. gesteigert werden (+14.4 Prozent). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 5.0 Prozent, gegenüber 4.2 Prozent in der Vergleichsperiode. Der aufgegebene Geschäftsbereich Keramikland, der wie geplant per Ende Juni eingestellt wurde, trug im ersten Semester 2019 einen EBITDA von CHF 1.9 Mio. bei. Grund dafür war, dass die Schliessung des Geschäfts (speziell der Verkauf der Lagerwaren) vorteilhafter als erwartet umgesetzt werden konnte.

Der EBIT der Berichtsperiode betrug CHF 5.6 Mio. (erstes Halbjahr 2018: CHF -0.7 Mio.). Die letzte Tranche der Integrationskosten belief sich auf CHF 2.5 Mio. Die Finanzierungskosten lagen bei CHF 2.7 Mio. Meier Tobler schliesst das erste Halbjahr 2019 mit einem Konzernergebnis von CHF 0.3 Mio. ab (erstes Halbjahr 2018: CHF -7.3 Mio.) und kehrt damit in die Gewinnzone zurück.

Anspruchsvolles Marktumfeld, Integration planmässig abgeschlossen
Meier Tobler war im ersten Halbjahr 2019 weiterhin mit einem anspruchsvollen Marktumfeld konfrontiert. Insbesondere war keine signifikante Belebung des Sanierungsmarkts für Heizungsanlagen spürbar. Das Volumen im Neubau blieb hingegen auf hohem Niveau stabil.

Die Integration von Meier Tobler wurde im zweiten Quartal 2019 planmässig abgeschlossen. Als letzter Meilenstein konnte über das Osterwochenende die gemeinsame, integrierte IT-Plattform erfolgreich eingeführt werden.

Die im Herbst des vergangenen Jahres eingeleiteten Korrekturmassnahmen konnten im Handelsgeschäft und im Service erfolgreich umgesetzt werden, was sich in der gesteigerten Rentabilität im ersten Halbjahr widerspiegelt. Um die derzeitige Schwäche im Systemgeschäft zu beheben, ist Meier Tobler daran, das Produktportfolio zu erweitern, die Offertprozesse weiter zu optimieren und die Kundenansprache zu verbessern. Zudem wurde das Bonusprogramm «Kilowatt-Champion» lanciert, an dem bereits über 900 Kunden teilnehmen.

Meier Tobler hat im ersten Halbjahr 2019 im Bereich Handel neue, kundenorientierte Dienstleistungen eingeführt: Mit dem Marché-Lieferservice können sich die Kunden künftig vorrätige Artikel aus 24 Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz innerhalb von zwei Stunden per Kurier auf die Baustelle liefern lassen. Dadurch sparen sich die Kunden die Anfahrt und können dank Meier Tobler effizienter arbeiten. Noch im Aufbau ist der Service «marche@work», bei dem Meier Tobler einen «Selbstbedienungs-Marché» für Montage- und Verbrauchsmaterial direkt in die Werkstatt der Kunden stellt und für diese bewirtschaftet.

Entwicklung Cashflow und Nettoverschuldung
Der Cashflow aus Betriebstätigkeit vor Veränderungen im Nettoumlaufvermögen stieg im ersten Halbjahr auf CHF 11.7 Mio. (erstes Halbjahr 2018: CHF 6.0 Mio.). Die Kapitalbindung im Nettoumlaufvermögen erhöhte sich im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich, auf CHF -32.8 Mio. gegenüber CHF -12.2 Mio. in der Vorjahresperiode. Dies ist einerseits saisonal begründet, andererseits auf veränderte Zahlungsbedingungen gegenüber Lieferanten zurückzuführen. Während Meier Tobler aufgrund der hohen Nettoverschuldung im Vorjahr den Fokus im Einkauf auf lange Zahlungsfristen legte, standen im Berichtszeitraum wieder möglichst attraktive Einkaufskonditionen (Skonti) im Vordergrund. Der Cashflow aus Betriebstätigkeit nach Veränderungen im Nettoumlaufvermögen lag im ersten Halbjahr bei CHF -21.0 Mio. (erstes Halbjahr 2018: CHF -6.2 Mio.).

Netto wurden Investitionen in der Höhe von CHF 3.1 Mio. getätigt. Der Free Cashflow betrug im ersten Halbjahr CHF -24.2 Mio. (erstes Halbjahr 2018: CHF -8.0 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei CHF -5.5 Mio. (erstes Halbjahr 2018: CHF -5.8 Mio.), womit insgesamt eine Abnahme der flüssigen Mittel im ersten Halbjahr um CHF -29.6 Mio. resultierte.

Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrug per 30. Juni 2019 CHF 133.2 Mio., gegenüber CHF 105.8 Mio. per 31. Dezember 2018. Der Anstieg ist auf die saisonale Entwicklung und die angepassten Zahlungsbedingungen zurückzuführen. Für das Jahresende geht Meier Tobler von einer deutlichen Reduktion der Nettoverschuldung aus.

Das Eigenkapital beträgt per 30. Juni 2019 CHF 141.5 Mio. (31. Dezember 2018: CHF 141.2 Mio.). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 35.9% (31. Dezember 2018: 33.1%).
 

 

Kennzahlen
 
in TCHF   01.01. - 30.06.
2019
  01.01. - 30.06.
2018
  Veränderung
in %

Umsatz
 
241 929
 
254 146
   
Fortgeführter Geschäftsbereich   236 937   247 364   -4.2
Aufzugebender Geschäftsbereich   4 992   6 782    
             
EBITDA   13 697   9 713    
Fortgeführter Geschäftsbereich   11 797   10 309   14.4
in % des Umsatzes   5.0   4.2    
Aufzugebender Geschäftsbereich   1 900   -596    
             
EBIT   5 563   -663    
Konzerngewinn   298   -7 294    
pro Namenaktien in CHF (gewichtet)   0.02   -0.61    
             
             
Cashflow aus Betriebstätigkeit vor Veränderung Nettoumlaufvermögen   11 740   5 999    
Cashflow aus Betriebstätigkeit nach Veränderung Nettoumlaufvermögen   -21 037   -6 245    
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -3 121   -1 771    
Free Cashflow1)   -24 158   -8 016    
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   -5 458   -5 792    
Veränderung flüssige Mittel   -29 616   -13 809    
             
             
in TCHF   30.06.2019   31.12.2018    
             
Finanzverbindlichkeiten   139 091   141 303    
davon Hypotheken und Immobilienleasing   26 664   27 397    
Nettoliquidität   -133 237   -105 833    
Eigenkapital   141 465   141 167    
in % der Bilanzsumme   35.9   33.1    
             
Anzahl Mitarbeitende (Vollzeitstellen)   1 316   1 357    
 

1) Der Free Cashflow entspricht dem Netto-Geldzufluss aus Betriebstätigkeit abzüglich der Nettoinvestitionen ins Anlagevermögen und der Gewährung/Rückzahlung von
Aktivdarlehen.
 

    Vakanzen im Management neu besetzt
Lukas Leuenberger hat am 2. August 2019 seine Funktion als CFO und Mitglied der Konzernleitung aufgenommen. Zudem hat Meier Tobler mit Lukas Amrein einen neuen Leiter Service ernannt. Er wird seine Funktion am 1. Oktober 2019 antreten.

Cyberattacke erfolgreich überstanden
Am 24. Juli 2019 wurde die IT-Infrastruktur von Meier Tobler durch einen Cyberangriff vollständig ausser Betrieb gesetzt. Dank vorbereiteten Notfallprozeduren und einem Krisenstab mit internen und externen Spezialisten dauerte der Lieferunterbruch ab den Zentrallagern nur vier Arbeitstage. Die schweizweit 47 Marchés von Meier Tobler waren jederzeit normal geöffnet und lieferbereit. Auch die Service-Organisation für Heizungs- und Klimaanlagen war sichergestellt und Störungen an Kundenanlagen wurden normal behoben.

Meier Tobler hat den Schutz vor künftigen Cyberattacken deutlich verstärkt, die Notfallpläne aufgrund der jüngsten Erkenntnisse verbessert und den Neuaufbau der IT-Infrastruktur nach modernsten Sicherheitskriterien gestartet. Die Sonderkosten zur Bewältigung der Attacke dürften das Jahresergebnis mit CHF 1 bis 2 Mio. belasten.

Ausblick
Das Marktumfeld dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte 2019 anspruchsvoll bleiben. Während das Volumen im Neubaugeschäft robust bleiben sollte, sieht Meier Tobler noch keine Anzeichen für ein Anziehen des Sanierungsmarkts. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die abgeschlossene Integration, die konsequente Ausrichtung der Ressourcen auf den Markt, die neue integrierte IT-Plattform sowie die intensivierten Verkaufsanstrengungen im Systemgeschäft im zweiten Halbjahr positiv auswirken werden.

Der durch den Cyberangriff verursachte Betriebsunterbruch dürfte eine ausserordentliche Umsatzeinbusse in der Grössenordnung von rund CHF 5 Mio. zur Folge haben. Dennoch geht Meier Tobler davon aus, dass der prozentuale Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr nicht signifikant höher ausfällt als im ersten Halbjahr. Gestützt auf die positive Entwicklung der Rentabilität erwartet Meier Tobler trotz der erwähnten Sondereffekte für das gesamte Geschäftsjahr 2019 ein positives Konzernergebnis.
 
Weitere Auskünfte
Meier Tobler, Corporate Communications
+41 44 806 49 00, group@meiertobler.ch
meiertobler.ch/investoren
  Termine
31. Dezember 2019 Abschluss des Geschäftsjahres 2019
25. Februar 2020 Medien- und Finanzanalystenkonferenz zum Jahresabschluss 2019
25. März 2020 Generalversammlung
    Meier Tobler ist ein auf den Schweizer Markt fokussierter Haustechnik-Anbieter. Das Unternehmen wurde 1937 gegründet und beschäftigt heute über 1300 Mitarbeitende.
Die Aktien von Meier Tobler sind an der SIX Swiss Exchange kotiert (Symbol MTG).

Diese Medienmitteilung sowie der Halbjahresbericht 2019 stehen Ihnen auf meiertobler.ch/investoren zur Verfügung.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung

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