HBM Healthcare Investments AG

  • ISIN: CH0012627250
  • Land: Schweiz

Nachricht vom 22.01.2021 | 06:45

HBM Healthcare Investments Quartalsbericht Dezember 2020

HBM Healthcare Investments AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis

22.01.2021 / 06:45 CET/CEST
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


HBM Healthcare Investments steigerte den inneren Wert im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2020/2021 auf einen neuen Höchststand und erhöhte das Ergebnis für die ersten neun Monate mit einem Quartalsgewinn von CHF 203 Millionen auf CHF 645 Millionen. Alle Portfoliokategorien trugen zu diesem Resultat bei. Im Zentrum standen fünf Börsengänge und ein Verkauf aus dem Portfolio der privaten Unternehmen. Sechs Neuinvestitionen kompensieren diese Abgänge; weitere sind geplant. Insgesamt wurden CHF 95 Millionen in private Unternehmen investiert. Die Portfolioallokation bleibt damit stabil. Die Absicherung des Marktrisikos wurde fortgeführt, diejenige des US-Dollar-Währungsrisikos erhöht. Der fundamentale Ausblick auf den Gesundheitssektor bleibt günstig, und HBM Healthcare verfügt über genügend Liquidität, um neue Chancen zu ergreifen.

HBM Healthcare Investments schloss das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2020/2021 mit einem Nettogewinn von CHF 203 Millionen ab. Der innere Wert je Aktie (NAV) stieg um 11 Prozent, während der Aktienkurs um 13 Prozent zulegte. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs resultiert ein Gewinn von CHF 645 Millionen bei einem Anstieg des NAV von 44.5 Prozent.

Alle Portfoliokategorien (private Unternehmen, börsenkotierte Unternehmen und Fonds) erzielten im Berichtsquartal einen Wertzuwachs. Bei den privaten Unternehmen trugen der Unternehmensverkauf von Westmed sowie fünf Börsengänge - C4 Therapeutics, Everest Medicines, Galecto, Seer und BioAtla - massgeblich zum Quartalsgewinn bei. Die börsenkotierten Unternehmen, einschliesslich jener die aus dem privaten Portfolio stammen, legten in der Summe ebenfalls an Wert zu. Der rückläufige Aktienkurs von Cathay Biotech wurde durch Wertsteigerungen bei Unternehmen wie ALX Oncology, SpringWorks Therapeutics und Y-mAbs Therapeutics mehr als kompensiert.

Im Portfolio der Fonds erfuhr der Frühphasen-Investitionsansatz von HBM Genomics mit dem Börsengang von Seer eine erste Validierung. HBM Genomics ist ein Investitionsgefäss von HBM Healthcare Investments für Investitionen in aufstrebende Unternehmen mit neuen Technologien. Das kalifornische Unternehmen Seer ist in der Proteomforschung tätig und nahm beim Börsengang Anfang Dezember 2020 USD 175 Millionen an neuem Kapital auf. HBM Genomics gehörte zu den frühen Investoren von Seer und beteiligte sich seit Dezember 2017 mit total USD 2.3 Millionen (zu durchschnittlich USD 4.21 je Aktie) an verschiedenen Finanzierungsrunden der Gesellschaft. Zusätzlich investierte HBM Healthcare Investments im Mai 2020 weitere USD 2.75 Millionen (USD 8.03 je Aktie) direkt. Bis Ende Dezember stieg die Seer-Aktie an der US-Börse Nasdaq auf über 56 Dollar an. Damit resultierte aus einer kleinen Investition ein substanzieller Beitrag von CHF 34 Millionen zum Quartalsgewinn.

Aus den Absicherungspositionen resultierte im Berichtsquartal ein Gewinnbeitrag. Während die allgemeine Marktabsicherung das Ergebnis belastete, zahlte sich die Währungsabsicherung, die im Berichtsquartal nochmals um USD 200 Millionen auf USD 1.2 Milliarden erhöht wurde, aus: Ein bedeutender Teil des US-Dollar-Kursrückgangs gegenüber dem Schweizer Franken wurde so aufgefangen.

Neuinvestitionen in sechs private Unternehmen

HBM Healthcare Investments investierte im Berichtsquartal insgesamt CHF 66 Millionen in sechs neue private Unternehmen. Weitere CHF 29 Millionen flossen als Folgefinanzierungen an bestehende private Portfoliogesellschaften.

  • Eine Neuinvestition von USD 20 Millionen wurde in Ambrx mit Sitz in San Diego, USA getätigt. Ambrx entwickelt eine Pipeline von Onkologie-Therapien und verfügt daneben über Entwicklungspartnerschaften mit verschiedenen Pharmaunternehmen. Das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprogramm, ARX788 zur Behandlung von HER2-positiv metastasierendem Brustkrebs, erhielt kürzlich von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine «Fast Track Designation», welche ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ermöglicht.
     
  • USD 15 Millionen gingen an Valo Health in Boston, USA. Valo verfügt über eine integrierte Plattform zur Medikamentenentwicklung, welche menschliche und maschinelle Intelligenz vereint, um die Entdeckung und Entwicklung von neuen Therapien effizienter zu gestalten.
     
  • Weitere Neuinvestitionen gingen an Longboard Pharmaceuticals (USD 10 Millionen, Spin-off von Arena Pharmaceuticals mit einer Entwicklungspipeline für neurologische Erkrankungen), River Renal (USD 16 Millionen, bisher USD 10 Millionen einbezahlt, zwei Entwicklungsprogramme zur Behandlung von schweren chronischen Nierenerkrankungen), Neuron23 (USD 7 Millionen, präklinische Entwicklungsplattform zur gezielten Behandlung von neurologischen Erkrankungen) und Werewolf Therapeutics (USD 5 Millionen, Immunonkologie, Protein-Engineering-Technologie zur Verbesserung der Aktivität, Stabilität und Tumorselektivität innerhalb eines einzelnen Moleküls).

Zusammensetzung des Portfolios bleibt stabil

Die Zusammensetzung des Portfolios veränderte sich gegenüber dem Vorquartal nicht grundlegend. Die Abgänge aus dem Portfolio der privaten Unternehmen aufgrund von Börsengängen und Unternehmensverkäufen wurden durch Neuinvestitionen ersetzt. Die Anteile der privaten Unternehmen und der Fonds liegen daher unverändert bei 15 Prozent bzw. 7 Prozent des Vermögens. Die Quote der privaten Unternehmen ist nach wie vor tief und soll durch weitere Neuinvestitionen erhöht werden.

Der Anteil der börsenkotierten Titel reduzierte sich durch Gewinnmitnahmen im vierten Kalenderquartal um 4 Prozentpunkte auf 60 Prozent (bzw. 52 Prozent unter Berücksichtigung der Marktabsicherung). Von diesen kotierten Positionen stammen rund zwei Drittel aus dem Portfolio der privaten Unternehmen.

Der Anteil der flüssigen Mittel erhöhte sich im Gegenzug um 2 Prozentpunkte auf 15 Prozent (bzw. 7 Prozent nach Abzug der Rückkaufverpflichtung aus der Marktabsicherung).

Die teilweisen Absicherungen des Marktrisikos von derzeit rund einem Achtel des börsenkotierten Portfolios sowie des Wechselkursrisikos gegenüber dem Schweizer Franken von rund 70 Prozent der USD-Position bleiben bis auf Weiteres bestehen.

Ausblick

Der fundamentale Ausblick auf den Sektor ist unverändert sehr gut. Der medizinische Bedarf und die Innovationskraft der Unternehmen sind hoch, wie die Ereignisse rund um die Pandemie in den vergangenen Monaten eindrücklich zeigten. Das Finanzierungsumfeld ist weiterhin freundlich und ermöglicht den Portfoliounternehmen den Zugang zu ausreichend Kapital, um ihre klinischen Entwicklungen voranzutreiben. Auch die Übernahmeaktivitäten dürften im Gesundheitssektor weiterhin hoch bleiben. Dies alles begünstigt die Investitionsstrategie von HBM Healthcare Investments.

Was das allgemeine Marktumfeld anbelangt, ist nach dem starken Lauf in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich auch mit Abkühlungsphasen zu rechnen. Mit bedeutenden Investitionen in privaten Unternehmen und Fonds und einer teilweisen Absicherung des Marktrisikos ist HBM Healthcare Investments auch für solche Eventualitäten gut positioniert. Der hohe Anteil an flüssigen Mitteln erlaubt zudem, sich dabei bietende Chancen zu ergreifen. 

Aus dem Portfolio der privaten Unternehmen erwartet HBM Healthcare Investments weitere Börsengänge. Einige der jüngsten Neuinvestitionen und Folgefinanzierungen wurden in Form von sogenannten «Crossover-Finanzierungen» im Hinblick auf einen angestrebten Börsengang dieser Unternehmen getätigt. Zudem stehen bei einer Reihe von Unternehmen klinische Studienergebnisse an, die sich in der Summe positiv auf den Wert der Beteiligungen auswirken dürften.

Der Quartalsbericht Dezember 2020 ist auf der Webseite unter https://www.hbmhealthcare.com/de/investoren/finanzberichte einsehbar. 



Ende der Ad-hoc-Mitteilung

 

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