Research-Studie


Original-Research: UniDevice AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu UniDevice AG

Unternehmen: UniDevice AG
ISIN: DE000A11QLU3

Anlass der Studie: Research Note
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 3,25 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2020
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann

Deutliche Erholungstendenzen in April sichtbar, Weiterhin eine hohe
Nachfrage nach elektronischen Geräten erwartet, Kursziel von 3,25 EUR
bestätigt, Rating KAUFEN

Nachdem die UniDevice AG in 2019 eine insgesamt positive
Geschäftsentwicklung aufwies, wurde diese im ersten Quartal 2020
grundsätzlich fortgesetzt. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 102,69 Mio. EUR
(VJ: 101,07 Mio. EUR) liegt zwar eine nur konstante Entwicklung vor, hier
muss jedoch beachtet werden, dass im ersten Quartal des Vorjahres ein
außerordentlich hoher Umsatzbeitrag erwirtschaftet wurde. Vor diesem
Hintergrund ist die Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2020 als Erfolg zu
werten, wenngleich das UniDevice-Management aufgrund von Covid-19-Effekten
insbesondere zum Quartalsende hin von einem merklichen Nachfragerückgang
nach Geräten aus dem Bereich Unterhaltung und Kommunikation betroffen war.
Noch in den Monaten Januar und Februar hatte UniDevice von den vorhandenen
Lieferengpässen profitiert und ein planmäßiges, jedoch vom Management nicht
näher beziffertes, Umsatzwachstum erzielt.

Die im vergangenen Geschäftsjahr 2019 erreichte sichtbare
Ergebnisverbesserung hatte sich im ersten Quartal 2020 fortgesetzt. Durch
die vom Management bewusst gesteuerte Rentabilitätsverbesserung
(margenstärkere Produkte im Fokus) verbesserte sich das EBIT um 9,2 % auf
1,01 Mio. EUR (VJ: 0,92 Mio. EUR) und die entsprechende EBIT-Marge lag mit
0,98 % (VJ: 0,92 %) nahe an der Schwelle von 1,0 %.

Auf dieser Basis hat die UniDevice AG, bezogen auf das erste Quartal, auch
beim Nachsteuerergebnis mit 0,71 Mio. EUR (VJ: 0,59 Mio. EUR) einen neuen
Bestwert erreicht. Ende 2019 hat die Gesellschaft dabei eine 6,5%-
Unternehmensanleihe mit einem aktuell ausstehenden Volumen in Höhe von 3,23
Mio. EUR ausgegeben. Die in diesem Zusammenhang angefallenen
Zinsaufwendungen hatten jedoch das Nachsteuerergebnis nicht nennenswert
geschmälert, da im Gegenzug dazu der Anteil der in Anspruch genommenen
Bankverbindlichkeiten gesunken ist.

Zudem hatte der im ersten Quartal 2020 erfolgte Erwerb der SaniSolutions
GmbH keinen wesentlichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung
sowie auf die Liquiditätslage der UniDevice AG. Die im Bereich moderner
Reha-Hilfsmittel sowie im Sonderbau von angefertigten Sitzschalen und
Sitzkissen tätige Gesellschaft wurde in einer Krisensituation zu einem
symbolischen Betrag von 1EUR erworben. Die neu erworbene Gesellschaft
steuerte im ersten Quartal 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 0,88 Mio. EUR und
ein Periodenergebnis in Höhe von -0,03 Mio. EUR bei.

Im Vorfeld der Covid-19-Krise hatte der UniDevice-Vorstand mit
Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen 2019 (veröffentlicht am 22.01.2020)
die Guidance aktualisiert. Für 2020 war dabei ein Umsatzwachstum in Höhe
von 17 % auf mindestens 420 Mio. EUR und für 2021 in Höhe von 14 % auf
mindestens 480 Mio. EUR erwartet worden. Das EBIT für 2020 sollte dabei
überproportional um 29 % auf mindestens 4,8 Mio. EUR gesteigert werden.

Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes (veröffentlicht am
14.05.2020) im Nachgang der Q1-Zahlen hat der Unternehmensvorstand die
2020er Guidance etwas zurückhaltender ausformuliert, wenngleich ein
weiterhin dynamisches Wachstum erwartet wird. Unter dem Vorbehalt einer
ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie rechnet die Gesellschaft mit
einem Umsatzwachstum in einem Korridor von 10 - 20 % und erwartet einen
proportionalen EBIT-Anstieg. Ursächlich für die etwas reduzierte Prognose
sind Covid-19-Effekte, die sich insbesondere aufgrund rückläufiger
Konsumausgaben im März 2020 belastend auf die Nachfrage ausgewirkt hatten.
Nach Vorstandsangaben liegt jedoch seit April wieder eine deutlich höhere
Nachfrage nach elektronischen Produkten vor. Da die Gesellschaft sowohl den
stationären Handel als auch große Onlineanbieter beliefert, halten sich
hier die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen in Grenzen.

Darüber hinaus hat das Management eine signifikante Ausweitung eines
zinsgünstigen Bankkredites mit der Oldenburgischen Landesbank um 3,0 Mio.
EUR auf 8,0 Mio. EUR umgesetzt. Der erhöhte Liquiditätsbestand ist für das
künftige Wachstum von besonderer Bedeutung, da damit die Finanzierung des
Working Capitals sichergestellt ist. Bei einem Kapitalumschlag von etwa 5
Tagen würden die neu aufgenommenen 3,0 Mio. EUR zusätzliche Umsatzerlöse
von etwa 150 Mio. EUR ermöglichen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 orientieren wir uns daher an der
Unternehmens-Guidance und unterstellen ein Umsatzwachstum in Höhe von etwa
15 % und rechnen mit Umsatzerlösen in Höhe von 410,80 Mio. EUR. Besondere
Impulse dürfte die UniDevice AG im vierten Quartal 2020 mit der Einführung
der 5G-fähigen Geräte erfahren. Bei einer erwartet proportionalen EBIT-
Entwicklung erwarten wir einen 15%igen EBIT-Anstieg auf 4,00 Mio. EUR. Auch
in den kommenden Geschäftsjahren sollte die Gesellschaft in der Lage sein,
die hohen Wachstumsraten fortzusetzen. Wir rechnen für die Geschäftsjahre
2021 und 2022 mit einem Umsatzwachstum von jeweils 15 % auf dann 472,42
Mio. EUR (2021) bzw. 543,28 Mio. EUR (2022) und erwarten eine hierzu
weiterhin proportionale EBIT-Steigerung auf 4,69 Mio. EUR (2021) bzw. auf
5,38 Mio. EUR (2022).

Im Rahmen unseres DCF-Bewertungsmodells haben wir ein Kursziel von 3,25 EUR
(bisher: 3,25 EUR) ermittelt und damit bleibt das bisherige Kursziel
unverändert. Kurszielmindernd haben sich dabei die Erhöhung des
Diskontierungsfaktors sowie die Reduktion der Prognosen für die
Geschäftsjahre 2020 und 2021 ausgewirkt. Auf der anderen Seite haben wir
erstmals die höheren Prognosen des Geschäftsjahres 2022 einbezogen, womit
eine höhere Basis für die Stetigkeitsphase unseres Bewertungsmodells
gegeben ist. Wir vergeben weiterhin das Rating KAUFEN.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/20919.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstrasse 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:
http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 27.05.2020 (15:20 Uhr)
Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 28.05.2020 (09:00 Uhr)

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
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