Research-Studie


Original-Research: Deutsche Grundstücksauktionen AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu Deutsche Grundstücksauktionen AG

Unternehmen: Deutsche Grundstücksauktionen AG
ISIN: DE0005533400

Anlass der Studie: Vorstandsinterview
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger

„Objektiv war das eines der besten Quartale seit der Finanzkrise 2008.“

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG hat am 31.03.2020 die Ergebnisse der
Frühjahresauktionen veröffentlicht. Hierüber sprechen wir mit Herrn Michael
Plettner, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Grundstücksauktionen AG, und
über seine Einschätzung zum weiteren Verlauf der Unternehmensentwicklung.

GBC AG: Auf den Frühjahrsauktionen 2020 der Deutschen Grundstücksauktionen
AG und ihrer Tochtergesellschaften wurden Immobilien in Summe von 32,3 Mio.
€ versteigert bzw. im Maklerbereich verkauft. Wie schätzen Sie das Ergebnis
des ersten Quartals 2020 ein?

Michael Plettner: Objektiv war das eines der besten Quartale seit der
Finanzkrise 2008. Es gab nur zwei Bessere, Q 1 2018 mit € 37 Mio. und Q 3
2015 mit € 35,4 Mio. Wir haben angesichts der guten Nachfrage zwar mit
einem guten Auktionsverlauf gerechnet, aber dass es unter den gegebenen
Schwierigkeiten und Unsicherheiten so gut läuft hätten wir nicht gedacht.
Gegenüber dem Vorjahr stieg der Objektumsatz im 1. Quartal um rd. 38 %.
Auch die erzielten Netto-Einnahmen lagen deswegen mit rd. € 3,18 Mio.
deutlich über dem Vorjahresniveau (€ 2,46 Mio.).

GBC AG: Also konnte ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Welche
Maßnahmen ergreifen Sie, um den Anforderungen des Corona-Virus gerecht zu
werden und wie ist die DGA von der Corona-Krise betroffen?

Michael Plettner: Die Live-Auktionen des ersten Quartals fanden zwischen
dem 28. Februar und 27. März statt und waren daher in unterschiedlichem
Maße von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen.

Die von den Einschränkungen nicht betroffene Sächsische
Grundstücksauktionen AG erzielte den bisher höchsten Objektumsatz bei einer
Auktion in der Unternehmensgesichte. Die folgenden Live-Auktionen der
Plettner & Brecht Immobilien GmbH und der Norddeutschen
Grundstücksauktionen AG verliefen zufriedenstellend. Die Westdeutsche
Grundstücksauktionen AG konnte aufgrund der lokalen Verordnungslage ihre
Auktion nicht wie geplant abhalten. Stattdessen wurde diese drei Tage
später als reine Internet-Auktion über die Plattform der Deutschen Internet
Immobilien Auktionen GmbH abgewickelt.
Die Auktionen der Deutschen Grundstücksauktionen AG wurden aufgrund der
Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats ohne Publikum im Saal
durchgeführt und stattdessen per livestream ins Internet übertragen. Gebote
wurden ausschließlich telefonisch, mittels Bietungsaufträgen für
Mitarbeiter im Rahmen der Bietungsschritte und über das Internet in unserem
Bieterportal abgegeben. Die Reso-nanz war ausgesprochen gut, rd. 250
Interessenten verfolgten die gesamte Auktions-übertragung. Zahlreiche
Objekte konnten mit teils phänomenalen Steigerungsraten veräußert werden.

GBC AG: Es könnte somit zu weiteren Online-Auktionen kommen, welche
offensichtlich auch gut angenommen werden. Für die weitere Entwicklung
sollte die Einlieferung von guten und steigerungsfähigen Objekten
maßgeblich entscheidend sein. Wie ist Ihr aktueller Eindruck hierzu und wie
verhält es sich mit der gewonnenen Ausschreibung für die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben und die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH?

Michael Plettner: Klar, das wird die Herausforderung der nächsten Monate
sein: Objekte für die kommenden Auktionen einzuwerben, von denen man noch
nicht sagen kann auf welche Art sie stattfinden werden. Derzeit bereiten
wir unsere Sommer-Auktionen vor. Diese werden wir planmäßig durchführen. Ob
dann wie gewohnt oder erneut in alternativer Form hängt von der weiteren
Entwicklung ab. Wir können jedoch die Abgabe von Geboten - wie in einer
Live-Auktion - sicherstellen, was unsere Frühjahrs-Auktionen eindrucksvoll
bewiesen haben.

Die gewonnene Ausschreibung hat bereits wesentlich zum Erfolg beigetragen.
Eines der spektakulärsten Objekte war ein Bauerwartungsland in Berlin, das
wir für die BVVG versteigert haben und welches von € 395.000 Auktionslimit
auf € 3.300.000 Zuschlagspreis gesteigert wurde. Insgesamt haben wir für
die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die BVVG Bodenverwertungs- und
-verwaltungs GmbH in diesem Jahr bereits Objekte für über € 5,8 Mio.
verkauft.

GBC AG: Für die zukünftige Entwicklung sind Sie technisch also sehr gut
aufgestellt. Fraglich ist, wie es im Rahmen der allgemeinen
Marktentwicklung bezüglich des Corona-Virus weiter geht. Welche
Einschätzungen können Sie aktuell hierzu abgeben?

Michael Plettner: Das hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie lange die
Krise anhält. Immerhin wird in dieser Zeit das wirtschaftliche, wie auch
das soziale Leben zu-nehmend eingeschränkt; für uns alle eine völlig neue
Situation.

Was noch auf uns zukommt ist schwierig zu prognostizieren. Die Experten
senken Ihre Erwartungen für die Weltwirtschaft, über eine Delle hin bis zur
Prognose einer globa-len Rezession. Das wird zu Unsicherheiten führen, die
sich auch auf das Verhalten der Marktteilnehmer negativ auswirken können.
Auch die Unsicherheiten über die Preisentwicklung am deutschen
Immobilienmarkt haben sich natürlich erhöht.

Wer hier als Verkäufer schnell reagieren möchte, ist bei uns natürlich
goldrichtig, denn von der Einlieferung bis zum Verkauf bei unseren
Auktionen vergehen ja nur wenige Wochen.

Man muss wohl kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass die Preise für
Gewerbeimmobilien stärker leiden werden als die für wohnwirtschaftliche
Objekte. Die globale Flucht in sichere Anlagen dürfte für die
Wohnimmobilien tendenziell preissteigernd wirken. Temporär ist aber infolge
des Wirtschaftseinbruchs auch mit Preis- oder Nachfragerückgängen zu
rechnen.

Hinzu kommen Sonderfaktoren wie z.B. der für Berlin beschlossene
Mietendeckel. Wir gehen davon aus, dass es bei wohnwirtschaftlich genutzten
Berliner Renditeobjekten zu einem anhaltenden Nachfrage- und Preisrückgang
kommt, solange es keine Sicherheit im Hinblick auf die
verfassungsrechtliche Zulässigkeit Mietendeckels gibt.

GBC AG: Ich danke ihnen für das Gespräch.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/20429.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstrasse 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR. Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm
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Datum (Uhrzeit) der Fertigstellung: 02.04.2020 (16:35 Uhr)
Datum (Uhrzeit) der ersten Veröffentlichung: 06.04.2020 (11:00 Uhr)

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Anleihe der German Real Estate Capital S.A. stark überdurchschnittlich attraktiv

Die Anleihe der German Real Estate Capital S.A. weist aktuell eine Effektivverzinsung von ca. 14 % auf. Da es sich hier quasi um eine Immobilien-Anleihe handelt, ist das Anleiherisiko überschaubar. Insgesamt verfügt die German Real Estate-Gruppe über 6 Objekte, 24 Bestands- und 22 Handelsobjekte, womit eine Kombination aus stetigen Einnahmen und attraktiven Entwicklerrenditen erreicht wird. Wir stufen die Anleihe als stark überdurchschnittlich attraktiv ein.