STINAG Stuttgart Invest AG
- WKN: 731800
- ISIN: DE0007318008
- Land: Deutschland
Nachricht vom 09.11.2009 | 15:40
STINAG Stuttgart Invest AG:
STINAG Stuttgart Invest AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach §
37x WpHG
09.11.2009
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Zwischenmitteilung nach § 37x Abs.1 WpHG über
die Geschäftsentwicklung Juli bis September 2009
Geschäftsverlauf bei der STINAG AG und im Konzern entspricht den
Erwartungen. Weitere Optimierung des Immobilienbestands.
Erster Windpark der Eurocape-Gruppe geht Anfang 2010 planmäßig in Betrieb.
Errichtung des Windparks und Herstellung der erforderlichen
Windkraftanlagen vorläufig mit Eigenkapital finanziert, nachdem die
Bankenkrise Projektfinanzierungen weiter erschwert.
STINAG Stuttgart Invest AG
Wie in den Quartalen zuvor entspricht der holdingtypische Geschäftsverlauf
der STINAG AG auch im dritten Quartal 2009 den Erwartungen.
Außerordentliche Ergebniseffekte waren nicht zu verzeichnen.
Die von der STINAG AG direkt gehaltenen Beteiligungen an der eviag AG (27,5
%) sowie an der Eurocape New Energy Ltd. (50 %) sind auf die neu gegründete
hundertprozentige Tochtergesellschaft, die STINAG New Energy GmbH & Co. KG,
übertragen. Damit ist die verfolgte Doppelstrategie im Bereich der
erneuerbaren Energie, mit der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von
Windparks zum einen und der Herstellung von Windkraftanlagen zum anderen,
auch gesellschaftsrechtlich umgesetzt.
STINAG Stuttgart Invest AG - Teilkonzern
Im Konzern zeigt die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Immobilien,
Finanzen und Beteiligungen unverändert einen stabilen Geschäftsverlauf.
Immobilien
Mit Optimierung des Immobilienbestands sollen die Umsatz- und
Ergebnisbeiträge stabilisiert und verbessert werden. Zum einen stehen im
Immobiliensegment der STINAG-Gruppe Investitionen in Objekte, wie
Geschäftshäuser mit Handel-, Büro und Gastronomieeinheiten, an
Topstandorten im Vordergrund, wie das jüngste Beispiel, der Erwerb des
Geschäftshauses 'Königstraße 38' in Stuttgart im ersten Halbjahr 2009,
zeigt. Zum anderen werden weitere einzelne Bestandsobjekte entwickelt.
Unternehmensbeteiligungen
Die im März 2009 erworbenen baugenehmigten Windparkprojekte in Frankreich
über insgesamt 24 MW sollen bis Ende des ersten Quartals 2010 realisiert
werden. Der erste Windpark mit 12 MW wird Anfang 2010 fertig gestellt und
in Betrieb genommen sein. Die Finanzkrise hat zusammen mit den internen
organisatorischen Problemen einzelner Banken Projektfinanzierungen bis vor
kurzem nahezu unmöglich gemacht. Auch bei sehr guten und sicheren Projekten
war es auch Investoren mit bester Bonität kaum möglich eine vernünftige
Fremdkapitalfinanzierung zu bekommen. Aus diesem Grunde wurde dieses erste
Projekt ebenso wie die Herstellung der dazu erforderlichen Windkraftanlagen
vollständig aus Eigenkapital finanziert. Mit diesem Schritt wurde es
ermöglicht, die Anlagen planmäßig ans Netz zu bringen und
finanzierungsbedingte Verzögerungen mit erheblichen Einnahmeausfällen zu
vermeiden. Diese Vorgehensweise bindet zwar zunächst mehr Eigenmittel,
führt aber auf der anderen Seite zu schnelleren und deutlich höheren
Rückflüssen über die Erlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Strom
aus Windkraftanlagen. Parallel zu Errichtung und Anschluss der Anlagen wird
deren Refinanzierung mit verschiedenen Banken vorangetrieben. Somit
eröffnet sich die Möglichkeit Eigenkapital für weitere Investitionen zu
schaffen.
Trotz der unverändert schwierigen Situation im Bankensektor gibt es Signale
dafür, dass Kreditinstitute wieder Projektfinanzierungen ausreichen. Hier
hilft insbesondere das vom Bund angestoßene KfW- Finanzierungsprogramm für
erneuerbare Energien. Viele Kreditinstitute waren allerdings bisher trotz
dieser vorhandenen Möglichkeiten nicht in der Lage ihre Aufgabe zu erfüllen
und diese Finanzierungen für Investoren zugänglich zu machen.
Neben der Errichtung der ersten Windparks werden die Bestandsprojekte
weiter entwickelt und der Erwerb von Projektrechten vorangetrieben. Die
gegenwärtige Marktsituation der Windbranche, die insbesondere von der
restriktiven Bankenfinanzierung von Windparkprojekten als Auswirkung der
Finanzmarktkrise beeinflusst ist, bietet nämlich gute Möglichkeiten,
attraktive Projekte zu günstigen Konditionen zu erwerben. Jüngste
Projektakquisitionen sind aus Rumänien mit rund 80 MW zu vermelden; hierbei
handelt es sich um zwei Teilprojekte, wovon ein Projekt mit 9 MW bereits
Ende des zweiten Halbjahres 2010 fertig gestellt werden kann. Weitere
attraktive Projektakquisitionen werden derzeit geprüft. Die
Eigenkapitalkraft der Eurocape hilft dabei, die derzeit erschwerten
Projektfinanzierungsbedingungen auszugleichen.
Die Doppelstrategie der STINAG wird neben der Eurocape-Gruppe durch den
Windkraftanlagenhersteller eviag AG in Duisburg ergänzt. Die seit nunmehr
12 Monaten im Markt vertretene eviag AG hat trotz des stark verlangsamten
Wachstums der Windbranche und der hierdurch erforderlich gewordenen
Streckung des Produktionsstarts die erste Phase der Unternehmensentwicklung
abgeschlossen. Der erste Windpark mit eviag-Windkraftanlagen wird Ende
diesen Jahres errichtet und sodann in Betrieb genommen. Damit konnte nun
die erste Stufe für den Markteintritt der eviag AG genommen werden.
Des Weiteren wird die eviag-Produktpalette mit Errichtung des Prototyps der
neu entwickelten 2,0 MW-Anlage bis Ende 2009 sowie deren Serienproduktion
ab 2011 mit der Möglichkeit des weltweiten Vertriebs erweitert. Der
Prototyp wird im Rahmen eines mit den Stadtwerken Duisburg abgeschlossenen
Kooperationsvertrags auf dem weltweit größten Testfeld für
Binnenwindkraftanlagen in Grevenbroich errichtet. Diese Kooperation bildet
die Basis für die Errichtung eines Kompetenzzentrum für Windkraft in
Duisburg, bei dem das know how der eviag ag den Kern bilden soll.
Insgesamt entwickeln sich damit die Unternehmensbeteiligungen der
Windenergiebranche, trotz der Finanzmarktkrise, kontinuierlich und
planmäßig.
Finanzen
Die Investitionspolitik im Beteiligungs- und Immobilienbereich wird
unverändert fortgesetzt. Ziel ist es dabei ein gesundes Verhältnis zwischen
Eigen- und Fremdkapitalausstattung zu erhalten. So werden auf der
Anlagenseite auch in Zukunft geldnahe, risikolose Festgeldanlagen getätigt.
Auf der Geldaufnahmeseite sollen bei Bedarf mittel- und langfristiges
Fremdkapital zu angemessenen Konditionen unter Ausnutzung der derzeit
niedrigen Zinsen aufgenommen werden.
Stuttgart, 09. November 2009
Der Vorstand
09.11.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP. Medienarchiv
unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: STINAG Stuttgart Invest AG
Böblinger Straße 104
70199 Stuttgart
Deutschland
Internet: www.stinag-ag.de
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
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