Hasen-Immobilien AG
- WKN: 506000
- ISIN: DE0005060008
- Land: Deutschland
Nachricht vom 29.04.2011 | 11:15
Hasen-Immobilien AG: Zwischenmitteilung I Quartal 2011
Hasen-Immobilien AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
29.04.2011 11:15
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Zwischenmitteilung
für das I. Quartal 2011
der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft, Augsburg
I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
1. Gegenstand der Hasen-Immobilien AG und des Hasen-Immobilien Konzerns
Die Hasen-Immobilien AG und der Hasen-Immobilien Konzern sind
ausschließlich auf dem Immobiliensektor tätig. Im Mittelpunkt der
geschäftlichen Tätigkeiten des Konzerns stehen die Durchführung von
Bauträgermaßnahmen im Großraum München sowie die Verwaltung und Neuordnung
des im Raum Augsburg gelegenen Immobilienbestandes.
2. Struktur der einbezogenen Beteiligung
Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft (im Folgenden Hasen-Immobilien AG)
ist am Stammkapital der HI Wohnbau GmbH, München in Höhe von insgesamt EUR
1 Mio. mit einem Stammanteil von 80% beteiligt. Der Schwerpunkt der HI
Wohnbau GmbH besteht darin, Bauträgerprojekte im Großraum München
durchzuführen.
Des Weiteren ist die Hasen-Immobilien AG an der Hasen-Immobilien
Grundbesitz GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von 90% beteiligt. Die
Gesellschaft wurde auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom
02.08.2010 gegründet und am 03.12.2010 in das Handelsregister eingetragen.
Geschäftsführende Komplementärin der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH &
Co. KG ist die Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH, an der die
Hasen-Immobilien AG den alleinigen Stammanteil hält. Schwerpunkt der
Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co KG ist die Immobilienverwaltung des
vor allem in Augsburg vorhandenen Immobilienbesitzes.
3. Allgemeine wirtschaftliche Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Soweit es das gesamtwirtschaftliche und konjunkturelle Umfeld innerhalb
Deutschlands betrifft, hat sich im I. Quartal 2011 die Phase der
allgemeinen wirtschaftlichen Erholung fortgesetzt.
Auf internationaler Ebene hat jedoch die Welt vor allem auf Japan geblickt
und den Folgen des verheerenden Erdbebens, den Zerstörungen des Tsunamis
bzw. der atomaren Katastrophe in Fukushima. Dies hat auch in Deutschland
die Atomdebatte neu entfacht und zwischenzeitlich sogar zu einer
Energiewende geführt, da nunmehr auch auf der politischen Ebene ein rascher
Ausstieg aus der Kernkraft verfolgt wird. Wie sich dies auf die
Energiewirtschaft und die Energiepreise auswirken wird, wird kontrovers
diskutiert (Handelsblatt v. 12.04.2011, Nr. 72/2011, S.4). Sicherlich muss
hierdurch mit Preissteigerungen im Energiebereich gerechnet werden.
Des Weiteren ist es auch Anfang des Jahres 2011 zu Preissteigerungen im
Bereich der Rohstoffmärkte gekommen unter anderem durch die hohe Nachfrage
in den Schwellenländern und den diversen politischen Krisen in
verschiedenen Ländern Afrikas bzw. des Nahen Ostens. Beim Endverbraucher
hat sich dies vor allem in den steigenden Benzinpreisen und den steigenden
Lebensmittelpreisen bemerkbar gemacht. Hierdurch wurde auch wieder
verstärkt die Diskussion um mögliche Inflationsgefahren und die
Notwendigkeit möglicher Zinsanhebungen durch die Notenbanken geführt. Auf
Grund des Inflationsdrucks hat die EZB schließlich am 07.04.2011 den
Leitzins um 0,25 Prozentpunkte von 1,0 auf 1,25% erhöht. Über weitere
Zinserhöhungen wird heftig spekuliert (Handelsblatt vom 08.4.2011).
II. Entwicklung und geschäftliche Aktivitäten während des I. Quartals 2011
1.
Soweit es die Bauträgertätigkeiten betrifft, ist auch im I. Quartal 2011
ein positives Nachfrageverhalten nach Bauträgerobjekten zu verzeichnen.
(1)
Im Projekt 'PANORAMAWOHNEN' in der Schussenriederstr., München-Lochhausen
wurden im I. Quartal 18 Wohnungen veräußert; damit beträgt der Stand an
verkauften Wohneinheiten zum 31. März 2011 insgesamt ca. 82%.
(2)
Im Projekt 'Emeran Bogen' in Feldkirchen, das die Errichtung und
Veräußerung von Wohnungen im Erbbaurecht vorsieht, wurden während des
Berichtszeitraumes die letzten zwei Wohnungen verkauft.
(3)
Im Projekt 'Aubinger Lohe' (1.Bauabschnitt) in der Federseestr.,
München-Lochhausen wurden 14 Wohnungen notariell verbrieft, so dass sich
der Stand an verkauften Wohnungen auf 35% beziffert.
(4)
Insgesamt konnten im I. Quartal 2011 34 Einheiten (Vj. 35) veräußert
werden.
2.
Innerhalb der Bestandsverwaltung wurde im I. Quartal eine Reihe von
laufenden Renovierungen in verschiedenen Objekten durchgeführt und weitere
anstehende Renovierungen untersucht bzw. überprüft. Vor allem wurde aber im
I. Quartal im Bereich der Immobilienverwaltung der Schwerpunkt auf den
möglichen Zukauf weiterer Bestandsimmobilien gelegt und ein potentieller
größerer Zukauf im Rahmen einer Due Diligence näher analysiert. Auf Grund
der laufenden Kaufvertragsverhandlungen wird auf weitere Ausführungen
verzichtet.
III. Umsatzentwicklung
Der Gesamtumsatz des Konzerns beläuft sich zum 31.03.2011 auf TEUR 9.847
(Vj. TEUR 635).
Hiervon entfallen auf die Immobilienverwaltung im I. Quartal 2011
Umsatzerlöse von TEUR 609 (Vj. TEUR 572).
Im Bauträgerbereich ergibt sich ein Gesamtumsatz von TEUR 9.238 (Vj. TEUR
63).
IV. Chancen- und Risikoberichterstattung
Soweit es die Darstellung einzelner Risiken im Rahmen der vorliegenden
Chancen-und Risikoberichterstattung für diese Zwischenmitteilung betrifft,
werden exemplarisch nur solche Risiken erwähnt, die im vergangenen Quartal
wahrgenommen oder einen Bezug zum abgelaufenen Berichtszeitraum aufweisen.
Eine abschließende Darstellung soll damit jedoch nicht verbunden sein.
Insoweit wird auch auf die detaillierten Darstellungen des Lageberichts zum
31.12.2010 verwiesen. Existenzgefährdende Risiken können jedenfalls im
Zeitpunkt der Berichterstellung ausgeschlossen werden.
1.
Soweit es die Chancen betrifft, ist, wie Eingangs beschrieben, auch im
ersten Quartal 2011 ein gefestigtes Nachfrageverhalten im Bauträgerbereich
zu verzeichnen. Hierdurch konnten wieder entsprechende Verkäufe (34
Einheiten) erzielt werden, so dass nahezu das Vorjahresergebnis (35
Einheiten) erreicht werden konnte. Vor diesem Hintergrund beurteilt die
Berichtsgesellschaft den Münchener Immobilienmarkt weiterhin als stabil.
Wesentlich schwieriger stellt sich der Münchner Markt im Bereich geeigneter
Bauträgergrundstücke dar. Das Angebot wird immer knapper und die am Markt
befindlichen Grundstücke werden immer teurer (siehe hierzu auch den Bericht
der Landeshauptstadt München zum Immobilienmarkt in München, Ausgabe
4/2010). Diese Preisanstiege müssen zwangsweise an die Endkunden
weitergegeben werden. Innerhalb des Bauträgerbereiches wird deshalb
versucht, auch in verkehrstechnisch gut angeschlossene Randlagen des
Stadtgebietes München auszuweichen.
2.
Soweit es die Risiken betrifft, stehen vor allem im Mittelpunkt der
Betrachtung die Finanzierung der Bauträgervorhaben und der hohe Einsatz von
Fremdkapital.
2.1
Obwohl es nach dem Abflauen der schweren Banken- und Finanzkrise wieder zu
einer größeren Bereitschaft der Banken gekommen ist, sich an der
Finanzierung von Bauträgerprojekten zu beteiligen, ist bei den Banken die
Verschärfung des Risikomanagements und die Erschwernisse in der
Vergabepraxis von Krediten durch das Erfordernis höherer eigener Mittel
bzw. der Stellung zusätzlicher Sicherheiten nach wie vor spürbar.
2.2
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für Bauträgervorhaben
belaufen sich zum 31.03.2011 auf insgesamt TEUR 62.158 (Vj. TEUR 41.715).
Diese Betrachtungsweise ist jedoch ausschließlich stichtagsbezogen und
berücksichtigt nicht die fortschreitende Entwicklung laufender
Bauträgermaßnahmen, insbesondere die sich verändernden Valutastände durch
eingehende Kaufpreisraten oder den Abruf einzelner Darlehensraten während
der baulichen Umsetzung des Vorhabens.
Unter Einbeziehung der eingegangenen Kaufpreise ergibt sich ein
rechnerischer Valuta- bzw. Darlehensstand zum 31.03.2011 in Höhe von
insgesamt TEUR 10.520 (Vj. TEUR 20.708).
Zudem sind bei einer Risikobetrachtung die nicht verkauften und als
werthaltig zu betrachtenden Grundstücke als verwertbare Haftungsmasse
miteinzubeziehen.
3.
Wie bereits in früheren Veröffentlichungen angemerkt, ist aus der Sicht des
Konzerns das positive Nachfrageverhalten nach Immobilien vor allem auf das
nach wie vor günstig einzustufende Zinsniveau und die durch eine virulente
Inflationsangst begründete sicherheitsorientierte Verhaltensweise von
Anlegern zurückzuführen, in Immobilien als wertbeständige und kalkulierbare
Anlageform zu investieren. Des Weiteren führt die Entspannung auf dem
Arbeitsmarkt und die damit verbesserten Aussichten der Arbeitnehmer auf
gesicherte Einnahmen dazu, dass wieder mehr konsumiert und investiert wird.
Die Gesellschaft betrachtet diese Punkte als wichtige Parameter, die im
Falle ihrer Veränderung auch zu Veränderungen oder Anpassungen des
Immobilienmarktes führen können, sei es, dass es auf Grund einer weiter
ansteigenden Inflation zu weiteren Zinserhöhungen kommt und sich hierdurch
die Rahmenbedingungen für Immobilienfinanzierungen vergleichsweise
verschlechtern, sei es, dass Familien wieder enger zusammenrücken, um
vorhandenen Wohnraum auszunutzen. Wie weitreichend diese Auswirkungen auf
den Immobilienmarkt sein können und ob es hierdurch auch zu Anpassungen bei
den Verkaufszahlen innerhalb des Bauträgerbereiches kommen wird, kann nicht
abschließend beantwortet werden, da für eine solche Beurteilung vor allem
auch die Bedingungen des regionalen Marktes Münchens miteinbezogen werden
müssen, bei dem es einen hohen Wohnungsbedarf und eine vergleichsweise hohe
Kaufkraft gibt.
4.
Als weiterer Risikofaktor wird auf die zeitlichen Verzögerungen bei der
Entwicklung von Baurechten während der Aufstellung von Bebauungsplänen
hingewiesen. Da es sich bei der Bauleitplanung um einen hoheitlichen
Aufgabenbereich handelt, hat die Berichtsgesellschaft keinen oder nur sehr
begrenzten Einfluss. Verzögerungen im Aufstellungsverfahren, bei
Behördenabläufen und/oder Behördenentscheidungen können aber zu nicht
unerheblichen Auswirkungen führen, da die Vermarktung guter
Anschlussprojekte nicht rechtzeitig gestartet werden kann.
V. Prognosebericht
Die Entwicklung des Ergebnisses im Bereich der Immobilienverwaltung in 2011
hängt vor allem an zwei Komponenten: Zum einen an der Durchführung der
geplanten Reinvestitionen, zum anderen an der Höhe der Aufwendungen für
weitere Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen.
Mit der Anschaffung eines neuen Objekts wird ein deutlicher Anstieg bei den
Vermietungsumsätzen erwartet. Gleichzeitig bedeutet dies eine Erhöhung des
Zinsaufwands, da der Kaufpreis teilweise fremd finanziert wird. Des
Weiteren ist geplant, das Sanierungs- und Renovierungskonzept bei den
vorhandenen Objekten fortzuführen. Hierdurch wird der Materialaufwand
weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau bleiben, wenngleich
daneben höhere Mieteinnahmen stehen.
Aus diesen Gründen geht der Konzern im Zeitpunkt der Berichtserstellung im
Bereich der Immobilienverwaltung für 2011 von grundsätzlich positiven
Ergebnissen aus, die jedoch auf Grund der erwähnten Faktoren begrenzt sein
werden.
Soweit es das Ergebnis für 2011 aus dem Bauträgerbereich betrifft, sind vor
allem die Anzahl der zu erwartenden Übergaben und die Vorlaufkosten für
Anschlussprojekte von Bedeutung.
Für 2011 erwartet die Berichtsgesellschaft bis zu ca. 200 Übergaben. Damit
läge die Anzahl der Übergaben um fast 44 % über dem Niveau des
Berichtsjahres 2010. Aus diesen Gründen geht die Berichtsgesellschaft für
2011 davon aus, dass sich das Konzernergebnis zu 2010 nochmals wesentlich
verbessern wird.
Augsburg, im April 2011
Der Alleinvorstand
Hans-Peter Bauer
29.04.2011 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Hasen-Immobilien AG
Armenhausgasse 9
86150 Augsburg
Deutschland
Internet: www.hasen-ag.de
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
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