Fernheizwerk Neukölln AG

  • WKN: 576790
  • ISIN: DE0005767909
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 19.05.2010 | 00:00

Fernheizwerk Neukölln AG: Zwischenmitteilung I. Quartal 2010


Fernheizwerk Neukölln AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x
WpHG

19.05.2010 00:00

Zwischenmitteilung nach  § 37x WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Zwischenmitteilung

über die Geschäftsentwicklung von Januar bis März 2010

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

über die Entwicklung der Fernheizwerk Neukölln Aktiengesellschaft in den
ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 geben wir folgenden
Zwischenbericht:

Vertrieb: Gute Neuanschlusstätigkeit

Bis März konnten bereits 7 Anlagen mit einem Anschlusswert von 1,0 MW an
das Fernwärmenetz angeschlossen werden, weitere 21 Anlagen mit einem
Anschlusswert von 4,0 MW befinden sich derzeit im Bau. Den Neuanschlüssen
standen Anschlusswertreduzierungen von 1,9 MW gegenüber, die jedoch durch
Anschlusswerterhöhungen an bestehenden Anlagen fast kompensiert werden
konnten.

Absatz: 9,3 % höherer Wärmeverkauf

Wegen des deutlich kühleren I. Quartals des Jahres lag der Wärmeabsatz mit
rd. 174 GWh um rd. 9,3 % über dem Vorjahr. Im Vergleich zum Durchschnitts-
bzw. Referenzjahr waren die Temperaturen niedriger und es ergab sich ein um
8 % kühlerer Witterungsverlauf.

Umsatz: Deutlich über Vorjahresniveau

Bei gestiegenem Absatz legte der Umsatz aus dem Wärmeverkauf trotz
niedrigerer Wärmepreise um 0,5 Mio. EUR zu. Dabei ist darauf hinzuweisen,
dass sich die Wärmeerlöse zu je etwa 50 % aus verbrauchsunabhängigen
Komponenten (Grundpreis und Anschlusskostenbeiträge) und
verbrauchsabhängigen Komponenten (Arbeitspreis bzw. verkaufte Wärmemenge)
zusammensetzen.

Materialaufwand: Absatzbedingt gestiegen

Der Materialaufwand für Brennstoffe, Wärme- und Strombezug stieg um 0,3
Mio. EUR (+ 6,8 %). Dabei konnte der absatzbedingt höhere Materialeinsatz
durch die marktbedingten Preis-senkungen der von FHW eingesetzten Energien
teilweise kompensiert werden.

Rohertrag: Per Saldo leicht gestiegen

Aufgrund des gegenüber der Materialkostensteigerung höheren Umsatzwachstums
konnte im I. Quartal 2010 der Rohertrag um 0,2 Mio. EUR bzw. 4,0 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Investitionen: Geplante Mittel eingesetzt

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 wurden Investitionen
von 0,9 Mio. EUR realisiert. Schwerpunkte waren dabei der weitere Ausbau
des Leitungsnetzes Neukölln und die Montage von Übergabestationen bei
Neukunden. Damit lag das Investitionsvolumen auf Vorjahreshöhe. Die
Mittelverwendung entsprach dem Planansatz.

Beschäftigung: Personalbestand stabil

Ende März waren in unserem Unternehmen 38 Mitarbeiter tätig. Zwei
Auszubildende wurden nach erfolgreichem Abschluss in ein befristetes
Arbeitsverhältnis übernommen.

Operatives Ergebnis (EBIT): Leicht unter Vorjahr, jedoch deutlich besser
als geplant

Bei einem insgesamt stabilen Geschäftsverlauf führten insbesondere die
gegenüber dem Vorjahr höheren Abschreibungen zu einem um 0,1 Mio. EUR
leicht geringeren EBIT im ersten Quartal 2010. Damit liegt das operative
Ergebnis um 2,9 % unter dem des Vorjahres. Bezogen auf unsere Planung für
2010 ergibt sich ein rohertragsgetriebenes deutlich besseres Ergebnis um
0,7 Mio. EUR bzw. 29 %.

Ausblick

Nach dem witterungsbedingt äußerst kühlen I. Quartal hatten wir in Berlin
einen ebenfalls kühlen April. Insofern haben wir nach dem 1. Drittel des
Jahres eine für die Wärmeversorgung sehr günstige Witterungsbilanz.

Bei einem im weiteren Jahresverlauf durchschnittlichen Witterungsverlauf
und einer sonstigen stabilen Geschäftsentwicklung erwarten wir ein EBIT von
fast 6,5 Mio. EUR, also unterhalb des Vorjahresniveaus.

Dabei gehen wir davon aus, dass die wegen der Einstellung des Betriebes der
Pflanzenöl-BHKW ausbleibenden Erlöse für die Stromeinspeisung durch erhöhte
Fernwärmeerlöse zumindest kompensiert werden. Auch der Materialaufwand
dürfte sich auf Vorjahresniveau bewegen, so dass sich insgesamt die
Rohertragssituation vergleichbar zu 2009 entwickelt.

Auf der Ertragsseite werden sich die Zinserträge wegen des gesunkenen
Zinsniveaus deutlich verringern, und auch die Erlöse aus dem
Zertifikateverkauf sind ungewiss und werden das Vorjahresergebnis
sicherlich unterschreiten.

Während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ähnlich wie im
Vorjahr entwickeln, erwarten wir beim Personalaufwand und den
Abschreibungen deutlich höhere Belastungen im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt erwarten wir auch im laufenden Geschäftsjahr ein sehr gutes
Ergebnis, wenngleich wir nach heutiger Einschätzung für 2010 davon
ausgehen, dass wir das herausragende Jahresergebnis 2009 nicht erreichen
werden.

Berlin, den 19. Mai 2010 

Fernheizwerk Neukölln Aktiengesellschaft

Der Vorstand



19.05.2010 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen
übermittelt durch die DGAP.
Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de

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Sprache:      Deutsch
Unternehmen:  Fernheizwerk Neukölln AG
              Weigandufer 49
              12059 Berlin
              Deutschland
Internet:     www.fhw-neukoelln.de
 
Ende der Mitteilung                             DGAP News-Service
 
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