Deutsche Real Estate AG

  • WKN: 805502
  • ISIN: DE0008055021
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 13.05.2011 | 15:03

Deutsche Real Estate AG:


Deutsche Real Estate AG  / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x
WpHG

13.05.2011 15:03

Zwischenmitteilung nach  § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres nach § 37x, § 37y
WpHG

Leichte Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und Fair Value-Anpassungen
der Deutsche Real Estate AG im ersten Quartal 2011

Berlin, 13. Mai 2011

Erholung am deutschen Immobilienmarkt 

Die Weltwirtschaft ist im ersten Quartal 2011 kräftig gewachsen. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach der Einschätzung der OECD (Anfang
April) in den führenden Wirtschaftsnationen (ohne Japan) um 3,2 %. In
Deutschland ist das BIP nach Angabe des Statistischen Bundesamtes im ersten
Quartal 2011 um 1,5 %, gestiegen, und die deutsche Konjunktur war damit
erneut die Zugmaschine im Euro-Gebiet. Die sehr positiven
Konjunkturaussichten, die weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen, die
anziehende Binnenkonjunktur und die tendenziell steigenden Mieten erhöhten
die Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien kräftig. Das
Transaktionsvolumen mit gewerblich genutzten Immobilien wuchs in den ersten
drei Monaten 2011 im Vorjahresvergleich nach Angaben von CB Richard Ellis
um 18 % auf rund EUR 5,5 Mrd.

Knapp die Hälfte (Vorjahr: etwa 40 %) des Transaktionsvolumens wickelten
ausländische Investoren ab. Im Fokus des Interesses standen mit einem
Anteil von gut zwei Drittel oder knapp EUR 3,7 Mrd. des gesamten
Investmentvolumens die  Einzelhandelsimmobilien, gefolgt von den
Büroimmobilien mit einem Anteil von knapp 15 % oder EUR 0,8 Mrd. Im Segment
Logistik- und Industrieimmobilien wurden Transaktionen mit einem Volumen
von EUR 0,3 Mrd. und damit etwa 6 % des Gesamtvolumens getätigt. Die
Dominanz der fünf Top-Investmentzentren in Deutschland (Berlin, Düsseldorf,
Frankfurt, Hamburg und München) verringerte sich deutlich auf einen Anteil
von 27 % (Vorjahr: etwa knapp 50 %). Von Januar bis März 2011 sank das
Transaktionsvolumen wegen ausbleibender großer Einzeltransaktionen und
Paketverkäufe der Top Fünf um gut EUR 470 Mio. auf rund EUR 1,5 Mrd. Berlin
zog mit einem Volumen von EUR 443 Mio. (-45 %) weiterhin den größten Teil
der Investments auf sich, gefolgt von Düsseldorf mit EUR 301 Mio. (+208 %),
Frankfurt mit EUR 258 Mio. (+45 %), Hamburg mit      EUR 250 Mio. (-29 %)
und München mit EUR 243 Mio. (-55 %).
 
Der Jahresauftakt am Vermietungsmarkt fiel ebenfalls gut aus. Im Segment
Büroimmobilien lag der Flächenumsatz nach Angaben von Jones Lang LaSalle
bei den sechs Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,
München und Stuttgart) mit rund 610.000 m² leicht über dem entsprechenden
Niveau des ersten Quartals 2010. Der Zuwachs bei den Vermietungsumsätzen
schwankte zwischen den Immobilien-Standorten signifikant. Frankfurt stand
an der Spitze mit einem Plus von 48,3 % auf 86.000 m² während Düsseldorf
mit einem Rückgang um 42,6 % auf 131.900 m² das Rücklicht bildete; in
beiden Fällen hatten indes Sonderfaktoren die Flächenumsätze im Vorjahr
nach unten respektive nach oben getrieben. Den höchsten Flächenumsatz
erzielte München mit 156.600 m² (+11,7 %), während der Umsatz in Stuttgart
mit 37.400 m² (+16,5 %) am niedrigsten war. Die Leerstandsquote blieb über
alle sechs Spitzenstandorte hinweg mit 10,6 % nach 10,0 % im entsprechenden
Vorjahresquartal und 10,7 % im letzten Vierteljahr 2010 stabil. Der
Spitzenmietenpreis-Index von Jones Lang LaSalle verbesserte sich im
Jahresvergleich leicht um 1,0 % und im Dreimonatsvergleich um 0,4 % und
erreichte damit den höchsten Wert seit Herbst 2009.

Weiterhin herausfordernde Vermietungssituation für die Deutsche Real Estate
AG

Die Deutsche Real Estate AG verbesserte im ersten Quartal 2011 die
Vermietungsquote. Bis Ende März 2011 stieg die Leerstandsquote leicht  auf
17,3 %, nachdem sie am 31. Dezember 2010 rund 17,2 % betragen hatte. Durch
den im Mai 2011 mit einem Mieter abgeschlossenen Mietvertrag über 10.000 m²
(Vermietungsbeginn 01. Juni. 2011) wird der Leerstand voraussichtlich -
trotz auslaufender anderer Mietverträge - Anfang Juni auf 15,3 %
zurückgehen.

Ergebnis vor Steuern und Fair Value-Anpassungen leicht verbessert

Insbesondere die im Jahr 2010 ausgelaufenen Mietverhältnisse führten im
Jahresauftaktquartal 2011 zu einem leichten Rückgang der betrieblichen
Erträge auf EUR 7,3 Mio. nach Erträgen in Höhe von EUR 7,5 Mio. im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die allgemeinen Verwaltungskosten
entwickelten sich stabil und betrugen EUR 1,0 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR
1,0 Mio.). Durch gestiegene Strompreise und Aufwendungen für
Dienstleistungen erhöhten sich die Bewirtschaftungskosten um EUR 0,3 Mio.
auf EUR 1,9 Mio. im ersten Quartal 2011. Die sonstigen Aufwendungen sanken
insbesondere aufgrund von geringeren Einzelwertberichtigungen kräftig von
EUR 0,4 Mio. im ersten Quartal 2010 auf EUR 0,1 Mio. im entsprechenden
Zeitraum 2011.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Quartal 2011 leicht auf 
EUR -3,8 Mio. gegenüber EUR -3,9 Mio. im Vergleichszeitraum 2010. Insgesamt
ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern und vor Fair Value-Anpassungen  für
die ersten drei Monate 2011 von TEUR 504 nach TEUR 482 für den
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Steuern erzielte die Deutsche Real
Estate AG in den ersten drei Monaten 2011 einen Periodenüberschuss in Höhe
von EUR 0,8 Mio. nach einem Periodenverlust von EUR 0,4 Mio. im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zu beachten ist, dass ab dem dritten
Quartal 2010 von der Gesellschaft auf die bisher quartalsweise
durchgeführte externe Bewertung der Immobilienbestände verzichtet wurde; im
ersten Quartal 2010 wurden noch Erträge aus Fair Value-Anpassungen in Höhe
von EUR 0,1 Mio. im Periodenergebnis ausgewiesen.

Bilanzsumme gesunken

Die Bilanzsumme der Deutsche Real Estate AG verringerte sich zum 31. März
2011 leicht um EUR 2,7 Mio. auf EUR 342,1 Mio. (31. Dezember 2010:        
EUR 344,8 Mio.). Die liquiden Mittel reduzierten sich stichtagsbezogen von 
EUR 10,3 Mio. zum 31. Dezember 2010 auf EUR 7,5 Mio. zu Ende März 2011.
Dies führte zu einem Abbau der kurzfristigen Vermögenswerte auf            
EUR 13,3 Mio. zum 31. März 2011 nach EUR 15,9 Mio. zum 31. Dezember 2010.
Das langfristige Vermögen blieb mit EUR 328,8 Mio. konstant. Das
Eigenkapital erhöhte sich zum 31. März 2011 auf EUR 23,8 Mio.              
(31. Dezember 2010: EUR 17,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote der Deutsche Real
Estate AG stieg von 5,1 % Ende Dezember 2010 auf 7,0 % Ende März 2011.
Ursächlich für die Erhöhung ist neben dem Periodenergebnis die verminderte
negative Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente. Durch die
Bewertung zum Stichtag ergibt sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 eine
Verringerung der im Eigenkapital ausgewiesenen negativen
Zeitbewertungsrücklage um EUR 5,6 Mio.

Das kurzfristige Fremdkapital ist mit EUR 51,8 Mio. zum 31. März 2011 um 
EUR 2,6 Mio. gesunken (31. Dezember 2010: EUR 54,4 Mio.). Der Rückgang
resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der übrigen kurzfristigen Schulden
um EUR 1,3 Mio., der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von        EUR 0,4
Mio. sowie dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von EUR 0,5 Mio. Das langfristige Fremdkapital verminderte sich von
EUR 272,9 Mio. zum 31. Dezember 2010 auf                    EUR 266,4 Mio.
zum 31. März 2011. Insbesondere die geänderten Zinserwartungen führten hier
zu einem Rückgang der negativen Marktwerte der derivativen
Finanzinstrumente von EUR 21,2 Mio. Ende 2010 auf               EUR 14,7
Mio. Ende März 2011.

Ausblick

Auf dem Vermietungsmarkt ist zwar eine zunehmende Nachfrage nach Immobilien
an einzelnen Standorten zu beobachten, aber die Vermietungssituation ist
weiterhin schwierig. Durch die personelle Aufstockung der Mitarbeiter des
Deutsche Real Estate Konzerns im Vermietungsbereich sowie den
Konjunkturaufschwung erwartet der Vorstand eine sukzessive höhere
Vermietungsquote. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Abschluss
eines Mietvertrages zum 1. Juni 2011 über   10.000 m², der zu einer
Erhöhung der Vermietungsquote - nach derzeitigem Stand - auf 84,7 % zum 1.
Juni 2011 führen wird.
 
Die weiter steigenden Zinserwartungen werden in den nächsten Monaten die
negativen Marktwerte der derivativen Zinssicherungsinstrumente vermindern
und damit das Eigenkapital des Konzerns verbessern.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand weiterhin ein Ergebnis vor
Zinsen, Beteiligungserträgen, Fair Value-Anpassungen und Steuern auf Höhe
des Vorjahres.



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Sprache:      Deutsch
Unternehmen:  Deutsche Real Estate AG
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Anleihe im Fokus

8,25% Maritim-Offshore-Anleihe

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GBC-Fokusbox

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