Hypo Real Estate Holding AG

  • WKN: 802770
  • ISIN: DE0008027707
  • Land: Deutschland

Nachricht vom 11.11.2009 | 09:14

Hypo Real Estate Holding AG: HRE veröffentlicht Zwischenbericht zum 30. September 2009


Hypo Real Estate Holding AG / Zwischenbericht

11.11.2009 

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
verantwortlich.

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HRE veröffentlicht Zwischenbericht zum 30. September 2009
* Verlust vor Steuern in den ersten neun Monaten 2009 beträgt -1,78 Mrd.
EUR
* Ergebnis nach Steuern -1,71 Mrd. EUR
* Ergebnis vor Steuern im dritten Quartal: -709 Mio. EUR
* Abschwung auf den Immobilienmärkten belastet Ergebnis

München, 11. November 2009 - Die HRE weist für die ersten neun Monate des
laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von rund -1,78 Mrd. EUR 
(9M/2008: rund -2,90 Mrd. EUR) aus, das Ergebnis nach Steuern beläuft sich
auf rund -1,71 Mrd. EUR (9M/2008: -2,89 Mrd. EUR). Für das dritte Quartal
2009 weist die HRE ein Konzernergebnis vor Steuern von -709 Mio. EUR
(Q3/2008: rund -3,11 Mrd. EUR) aus. Das Ergebnis nach Steuern betrug -574
Mio. EUR (Q3/2008: rund -3,05 Mrd. EUR). Die operativen Erträge summierten
sich auf 244 Mio. EUR nach -345 Mio. EUR im Vorjahresquartal.

Die Zahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres sind mit den deutlich
negativen Ergebnissen des vergangenen Jahres bedingt durch andere
Einflussfaktoren nur eingeschränkt vergleichbar. Im Vorjahr belasteten
primär Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes, von immateriellen
Vermögenswerten der DEPFA BANK plc und auf strukturierte Produkte das
Ergebnis. Im aktuellen Jahr wirkten sich vor allem Wertberichtigungen auf
Forderungen aus. Diese Wertberichtigungen stehen im Zusammenhang mit der
Finanzmarktkrise und dem wirtschaftlichen Abschwung, der insbesondere auch
den gewerblichen Immobilienmarkt betrifft. Darüber hinaus beeinflussten im
aktuellen Jahr die Aufwendungen für die erhaltene Liquiditätsunterstützung
den Provisionsüberschuss und die Aufwendungen für die strategische
Neuausrichtung den Verwaltungsaufwand.

Allerdings machten auch im dritten Quartal die Restrukturierung und
strategische Neuausrichtung des Konzerns Fortschritte. Mit einer neuen
Marke und neuem Erscheinungsbild tritt die strategische Kernbank des
Konzerns, die pbb Deutsche Pfandbriefbank, aktiv am Markt auf und zwar mit
Neugeschäft und an den Refinanzierungsmärkten. Der kapitalschonende Abbau
der Bilanz der HRE schreitet ebenfalls voran. Die Bilanzsumme sank um 11%
auf 373,8 Mrd. EUR.

Der Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate Holding AG und der Deutsche
Pfandbriefbank AG, Axel Wieandt, sagte: 'Das Ergebnis der ersten neun
Monate des Jahres ist nicht zufriedenstellend, aber es ist den schwie-rigen
Marktbedingungen und der besonderen Situation des Konzerns geschul-det. 
Wir sind bei weitem nicht am Ziel - insgesamt macht die Neuausrichtung aber
gute Fortschritte. Das Marktumfeld bleibt schwierig.'

Selektives Neugeschäft 

Die pbb Deutsche Pfandbriefbank ist weiter am Markt aktiv. In den ersten
neun Monaten des Jahres belief sich das Neugeschäft in der
Immobilienfinanzierung auf 2,7 Mrd. EUR. Allein im dritten Quartal wurde
Neugeschäft in Höhe von 1,7 Mrd. EUR abgeschlossen. In der
Staatsfinanzierung lag das Neugeschäft in den ersten neun Monaten bei 0,2
Mrd. EUR.

Unterstützung durch den SoFFin verbessert Kapitalquoten

Wie bereits in der vergangenen Woche gemeldet, hatte der Lenkungsausschuss
des Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin entschieden, der HRE weitere
Unterstützung zu gewähren. Der Konzern erhält zunächst zusätzliche 3,0 Mrd.
EUR als weitere Tranche. In seiner entsprechenden Erklärung hat der SoFFin
abermals die Absicht bekräftigt, den Konzern hinreichend zu
rekapitalisieren und die notwendige Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Mit dieser aktuellen Rekapitalisierung verbessern sich die
aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten der HRE Holding und der
Konzerngesellschaften. Auf Basis der Zahlen per 30. September 2009 und
somit vor der beschriebenen weiteren Kapitalzuführung betrug die
Kernkapitalquote für den Konzern 6,1%, für den Teilkonzern Deutsche
Pfandbriefbank 2,6% und für den Teilkonzern DEPFA BANK plc. 6,6%. Wäre die
Rekapitalisierung im Rahmen der weiteren Tranche von 3 Mrd. EUR bereits im
dritten Quartal erfolgt, hätten sich folgende Quoten ergeben: HRE Konzern
9,7%, Teilkonzern Deutsche Pfandbriefbank 7,3% und Teilkonzern DEPFA BANK
plc. 7,1%. Damit bewegt sich die Gruppe wieder vollständig im Rahmen der
zwingenden gesetzlichen Mindestkapitalquoten. Hierbei ist jedoch zu
berücksichtigen, dass die Quoten sich bei Berücksichtigung des
voraussichtlichen Jahresverlustes 2009 per 31. Dezember 2009 wieder
verschlechtern werden.

Hinweis für die Redaktionen:
Wir fügen als Anhang Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrech-nung
für die ersten neun Monate, zu den Vermögens- und Finanzlagekenn-zahlen
sowie den aufsichtsrechtlichen Kennziffern bei.

Ansprechpartner: 
Walter Allwicher, +49 (0)89 2880-28787, walter.allwicher@hyporealestate.com
Oliver Gruß, +49 (0)89 2880-28781, oliver.gruss@hyporealestate.com 

Anhang 1 - Konzernentwicklung 9M/2009

Die Gewinn- und Verlustrechnung in den ersten neun Monaten 2009 stellt sich
im Detail wie folgt dar:

* Die operativen Erträge lagen mit 512 Mio. EUR über dem Niveau der
Ver-gleichsperiode in Höhe von 75 Mio. EUR. Dazu trugen die Verbesserungen
im Zinsüberschuss sowie Handels- und Finanzanlageergebnis bei, die
überwiegend auf positive Marktbewegungen zurückzuführen sind.
o Der Zinsüberschuss stieg auf rund 1,05 Mrd. EUR, nach 957 Mio. EUR in den
ersten neun Monaten 2008. Der Anstieg ist auf Erträge aus dem
Geldmarktbereich sowie aus gezogenen US-Kundenliquiditätsfazilitäten
zurückzuführen. Die Erträge im Geldmarktbereich resultierten aus dem
gesunkenen Marktzinsniveau, durch das es der HRE zu Beginn des Jahres 2009
möglich war, sinkende Refinanzierungsaufwendungen bei konstanten Erträgen
der Aktivseite zu nutzen. Die gezogenen US-Kundenliquiditätsfazilitäten
begünstigen aufgrund ihres hohen Zinssatzes den Zinsüberschuss. Positiv
wirkte sich darüber hinaus der Zinsüberschuss aus den im Jahr 2008 von der
Bewertungskategorie Held for Trading in Loans and Receivables
um-kategorisierten Wertpapieren aus. Rückläufig waren im Vergleich zum
Vorjahr die Einmalerträge aus Forderungsverkäufen,
Vorfälligkeitsentschädigungen sowie Rücknahmen und Rückkäufen von
finanziellen Verbindlichkeiten (9M/2009: 37 Mio. EUR, 9M/2008: 99 Mio.
EUR).
o Der Provisionsüberschuss betrug -304 Mio. EUR, nach 104 Mio. EUR im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist primär auf Aufwendungen
in Höhe von -382 Mio. EUR für die Garantien im Zusammenhang mit den
Liquiditätsunterstützungen des SoFFin und des Bundes zurückzuführen.
Darüber hinaus wirkten sich das im Vergleich zum Vorjahr deutlich
niedrigere Neugeschäft und die niedrigeren Erträge aus Capital Markets &
Asset Management aus, ein Geschäftsfeld, das die HRE aufgibt.  Leicht
steigende Erträge konnte die HRE aus dem Neugeschäft mit Kundenderivaten
erzielen (aktuelles Jahr: 20 Mio. EUR, Vorjahr: 13 Mio. EUR).
o Das bisher im Jahr 2009 erzielte Handelsergebnis liegt mit -2 Mio. EUR
deutlich über dem Vergleichswert (9M/2008: -435 Mio. EUR), da das Ergebnis
deutlich weniger durch aufwandswirksame Effekte aus der Bewertung des
Bestandes an synthetischen Col-lateralised Debt Obligations (CDOs) belastet
war (9M/2009: -66 Mio. EUR, 9M/2008: -218 Mio. EUR). Darüber hinaus hat
sich im dritten Quartal 2009 die geringere Ausfallwahrscheinlichkeit im
Zusammenhang mit der Restrukturierung eines US-amerikanischen
Kreditversicherers ('Monoline Insurers') be-günstigend ausgewirkt. Dadurch
wurden die in den Vorquartalen vorgenommenen aufwandswirksamen
Wertminderungen teilweise kompensiert. Des Weiteren wurden Ansprüche
gegenüber der im Gläubigerschutz befindlichen US-amerikanischen
In-vestmentbank Lehman Brothers Inc., die die HRE im Jahr 2008 fast
vollständig wertberichtigt und neubewertet hatte, mit einem Buchgewinn
verkauft.
o Das Finanzanlageergebnis belief sich in den ersten neun Monaten des
Jahres auf -43 Mio. EUR nach -528 Mio. EUR im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Hier wirkten sich vor allem Abschreibungen auf Cash CDOs
in Höhe von -22 Mio. EUR aus (9M/2008: -409 Mio. EUR). Die Abschreibungen
auf Mortgage Backed Securities betrugen -29 Mio. EUR (9M/2008: -4 Mio.
EUR). Darüber hinaus wurden portfoliobasierte Wertberichtigungen in Höhe
von
-9 Mio. EUR gebildet. Dagegen konnten Gewinne aus dem Verkauf von
Finanzanlagen in Höhe von 10 Mio. EUR realisiert werden (9M/2008: 49 Mio.
EUR).
o Mit -137 Mio. EUR lag das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen unter dem
Vorjahreswert von -34 Mio. EUR. Im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
werden Hedge-Ineffizienzen von -131 Mio. EUR (9M/2008: 2 Mio. EUR)
innerhalb der nach IAS 39 zulässigen Bandbreite in Höhe von 80% bis 125%
sowie das Be-wertungsergebnis in Höhe von -6 Mio. EUR (2008: -36 Mio. EUR)
aus designated at Fair Value through Profit or Loss
(dFVTPL)-Vermögenswerten und dazugehörigen Derivaten ausgewiesen. Die
Hedge-Ineffizienzen resultierten im Wesentlichen aus der Volatilität der
Zinssätze im kurzfristigen Bereich. Im Ergebnis hat dies im
Berichtszeitraum das Zinsergebnis begünstigt und das Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen belastet. Das Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen stellt einen Umkehr-effekt des im letzten Jahr
sehr positiven Ergebnisses aus
Sicherungszusammenhängen dar. 
Die beizulegenden Zeitwerte der auf Zinsrisiken gesicherten
dFVTPL-Vermögenswerte sind aufgrund von Credit-Spread-Verschlechterungen im
ersten Quartal 2009 marktbedingt gesunken. Im zweiten und dritten Quartal
2009 haben sich diese Verschlechterungen weitgehend wieder erholt.
o Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen betrug -51
Mio. EUR (9M/2008: 11 Mio. EUR) und entstand überwiegend aus Effekten aus
der Währungsumrechnung (insbesondere US-Dollar) in Höhe von -58 Mio. EUR
(9M/2008: 12 Mio. EUR).

* Die Zuführungen zur Kreditrisikovorsorge stiegen insbesondere als Folge
der verschlechterten Situation auf den gewerblichen Immobilienmärkten auf
rund 1,89 Mrd. EUR (9M/2008: 247 Mio. EUR).
o Die Einzelwertberichtigungen betrafen mit 1,43 Mrd. EUR Immobilienkredite
und mit 117 Mio. EUR Infrastruktur- und Public Sector-Finanzierungen. Der
starke Anstieg der Kreditrisikovorsorge für Immobilienfinanzierungen wurde
durch die sich weiter verschlechternden regionalen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen auf den Immobilienmärkten insbesondere in den seit
einiger Zeit als kritisch identifizierten Märkten Nordamerika, Südeuropa,
Großbritannien und teilweise in Deutschland verursacht. Die steigenden
Leerstandsraten und Illiquidität der Märkte führten zu Bewertungsabschlägen
bei den Immobilienwerten und damit mittelbar zu steigenden Kreditausfällen.
Die weltweite Rezession wirkt sich auch auf die Auslastung von
Infrastrukturgütern wie Autobahnen, Flughäfen oder Verkehrsmittel aus.
o Die portfoliobasierte Wertberichtigungen stiegen um 292 Mio. EUR
(9M/2008: Zuführung von 115 Mio. EUR). Die erwarteten Verluste der Bestände
haben sich erhöht, was auf die Verschlechterung der Bonität einiger
Schuldner und die damit gestiegene Ausfallwahrscheinlichkeit zurückzuführen
ist.

* Der Verwaltungsaufwand verringerte sich auf 393 Mio. EUR (9M/2008:  424
Mio. EUR). Hier wirkten sich mehrere Effekte aus: Zum einen sank der
Personalaufwand aufgrund eines niedrigeren Personalbestandes (30. September
2009: 1.480 Mitarbeiter; 31. Dezember 2008: 1.786 Mitarbeiter). Zudem waren
die abgegrenzten Verbindlichkeiten für variable Vergütungen niedriger. Die
in den ersten drei Quartalen 2008 gebildeten abgegrenzten Verbindlichkeiten
für variable Vergütungen wurden im vierten Quartal 2008 aufgelöst.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen vor allem aufgrund höherer
Aufwendungen für IT und Berater, die nicht in der im Jahr 2008 gebildeten
Restrukturierungsrückstellung berücksichtigt werden konnten. Die
Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Verwaltungsaufwand und
operativen Erträgen, verbesserte sich leicht auf 76,8% (2008: > 100,0%).

* Der Saldo übrige Erträge/Aufwendungen betrug -11 Mio. EUR (9 M/2008: 180
Mio. EUR).

* Das Ergebnis vor Steuern war in den ersten drei Quartalen 2009 mit rund 
-1,78 Mrd. EUR negativ (9M/2008: rund -2,90 Mrd. EUR).

* Einem tatsächlichen Steueraufwand von 29 Mio. EUR standen latente
Steu-ererträge von 102 Mio. EUR gegenüber und ergaben damit für die ersten
neun Monate 2009 einen Gesamtsteuerertrag in Höhe von 73 Mio. EUR (9 M/
2008: 6 Mio. EUR Steuerertrag). Der tatsächliche Steueraufwand ergab sich
vor allem in Ländern, in denen die HRE positive Ergebnisse vor Steuern
erzielte.

* Das Ergebnis nach Steuern belief sich in den ersten neun Monaten 2009 auf
rund -1,71 Mrd. EUR (9M/2008: -2,89 Mrd. EUR).

Anhang 2 - Vermögens- und Finanzlage per 30. September 2009

* Die Bilanzsumme der HRE verminderte sich im bisherigen Geschäftsjahr
kontinuierlich um insgesamt 11% und belief sich zum Stichtag 30. September
2009 auf 373,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2008: 419,7 Mrd. EUR). Dieser
Rückgang resultierte aus mehreren Effekten: Zum einen konnten Portfolios
reduziert werden, da das Neugeschäft und die Ziehungen von Altzusagen
geringer ausfielen als die Rückzahlungen. Darüber hinaus verringerten sich
Bilanzbestände aufgrund von Wechselkurseffekten und der Auswirkung des
gesunkenen Zinsniveaus auf die Marktwerte der Derivate. Diese Effekte
spiegelten sich vor allem in den Positionen Forderungen, Finanzanlagen und
Handelsaktiva wider. Ferner sank die Bilanzsumme aufgrund der
Wertberichtigungen auf Forderungen und Wertpapiere.

* Das Kreditvolumen, das die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
exklusive der Geldanlagen sowie die Eventualverbindlichkeiten umfasst,
verringerte sich um 10 % von 267,3 Mrd. EUR zum Jahresende 2008 auf 239,7
Mrd. EUR zum 30. September 2009.

* Das bilanzielle Eigenkapital (ohne Neubewertungsrücklage) betrug zum 30.
September 2009 5,0 Mrd. EUR nach rund 2,6 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2008.
Inklusive Neubewertungsrücklage betrug das Eigenkapital zum 30. September
2009 rund 2,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2008: -1,5 Mrd. EUR).

* Die Neubewertungsrücklage betrug -2,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2008: - 4,1
Mrd. EUR). Dabei verbesserte sich die AfS-Rücklage zum 30. September 2009
marktbedingt auf -2,1 Mrd. EUR, verglichen mit -3,1 Mrd. EUR zum 31.
Dezember 2008. Diese positive Entwicklung resultierte aus
Credit-Spread-Verbesserungen. Darüber hinaus erhöhte sich die AfS-Rücklage
aufgrund der Wertberichtigungen und der Amortisierung von Wertpapieren, die
gemäß der im Oktober 2008 vom IASB verabschiedeten und von der EU
anerkann-ten IAS-39-Änderung 'Umgliederung finanzieller Vermögenswerte' im
Geschäftsjahr 2008 umgewidmet wurden. Die HRE hatte rückwirkend zum 1. Juli
2008 Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale mit einem Buchwert von
76,1 Mrd. EUR in die Ka-tegorie Loans and Receivables umkategorisiert. Ohne
diese Umwidmung hätte sich die AfS-Rücklage nach Steuern in den ersten neun
Monaten 2009 um 3,5 Mrd. EUR verbessert.

Inklusive der Effekte aus dem Jahr 2008 wäre die AfS-Rücklage nach Steuern
ohne diese Umwidmung um insgesamt -3,6 Mrd. EUR geringer gewesen.

* Die Cashflow-Hedge-Rücklage belief sich auf -0,6 Mrd. EUR, nach 
-1,0 Mrd. EUR zum Vorjahresende. Die Veränderung resultierte pri-mär aus
Fälligkeiten von Derivaten und dem im Laufe des Jahres gesunkenen
Zinsniveau.

Im Zuge der Rekapitalisierung der HRE durch den SoFFin hat sich das
gezeichnete Kapital in den ersten neun Monaten 2009 um 3,02 Mrd. EUR
erhöht. Der SoFFin hat im ersten Quartal 2009 aus der Ausnutzung des
Genehmigten Kapitals 20 Mio. Aktien der HRE Holding zu dem gesetz-lich
geringstmöglichen Preis von 3,00 EUR je Aktie unter Ausschluss des
Bezugsrechts der Aktionäre übernommen. Im Juni 2009 hat der SoFFin rund
986,5 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung gezeichnet, die die
außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft am 2. Juni 2009
beschlossen hatte.

Bestimmte Hybridemissionen der DEPFA BANK plc sind seit dem ersten Quartal
2009 gemäß IAS 32.16 als Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren. Die
Klassifizierung von Finanzinstrumenten als Eigenkapital- oder
Fremdkapitalinstrumente ist nicht von den gesellschaftlichen Regelungen
abhängig. Sie richtet sich stattdessen danach, ob die Gesellschaft eine
vertragliche Verpflichtung hat, Zahlungen aus einem begebenen
Fi-nanzinstrument zu leisten. Die DEPFA BANK plc hat über ihre
Emissionsvehikel DEPFA Funding II LP, DEPFA Funding III LP und DEPFA
Funding IV LP nachrangiges Fremdkapital in Form von Endlosanleihen
herausgegeben. Diese hybriden Kapitalinstrumente müssen nur Zinszahlungen
leisten, wenn gleichrangige Gläubiger eine Zinszahlung erhalten. Nachdem
die letzte gleichrangige Verbindlichkeit im ersten Quartal 2009
zurückbezahlt worden ist, hat die Gesellschaft ab diesem Zeitpunkt keine
vertragliche Verpflichtung zur Zahlung von Zinsen. Dementsprechend war der
Buchwert dieser hybriden Kapitalinstrumente in Höhe von rund 1,04 Mrd. EUR
von den Nachrangverbindlichkeiten in das Eigenkapital umzugliedern.

Anhang 3 - Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen 

Die bankenaufsichtsrechtlichen Eigenmittel gemäß Solvabilitätsordnung
(SolvV) beliefen sich am 30. September 2009 auf rund 6,71 Mrd. EUR. Am 31.
Dezember 2008 lagen die Eigenmittel pro forma nach festgestellten
Jahresab-schlüssen 2008 und nach erfolgter Ergebnisverwendung 2008 bei rund
5,0 Mrd. EUR. Das Kernkapital belief sich zum 30. September 2009 auf 5,10
Mrd. EUR. Am 31. Dezember 2008 lag das Kernkapital pro forma nach
festgestellten Jahresabschlüssen 2008 und nach erfolgter Ergebnisverwendung
2008 bei rund 2,93 Mrd. EUR.

Zum 30. September 2009 beziehungsweise zum 31. Dezember 2008 ergaben sich
somit folgende Kapitalquoten:

* Die Kernkapitalquote (inklusive gewichteter Adressausfallrisikopositionen
sowie der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen und operationelle
Risiken, skaliert mit dem Faktor 12,5) betrug zum 30. September 2009 6,1%.
Pro forma und nach festgestellten Jahresabschlüssen 2008 und nach erfolgter
Ergebnisverwendung 2008 lag die Kernkapitalquote am 31. Dezember 2008 bei
3,4%.

* Die Eigenmittelquote (inklusive gewichteter Adressausfallrisikopositionen
sowie der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen und operationelle
Risiken, skaliert mit dem Faktor 12,5) lag zum 30. September 2009 bei 8,0%.
Pro forma und nach festgestellten Jahresabschlüssen 2008 und nach erfolgter
Ergebnisverwendung 2008 betrug der vergleichbare Wert am 31. Dezember 2008
5,7%.


Kontakt:
Kontakt: Herr Walter Allwicher +49 (0)89 2880 28 787
         Herr Oliver Gruß+49 (0)89 2880 28781




11.11.2009  Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP. Medienarchiv
unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de

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Sprache:      Deutsch
Unternehmen:  Hypo Real Estate Holding AG
              Freisinger Strasse 5
              85716 Unterschleissheim
              Deutschland
Telefon:      +49 (0)89 2880 28 291
Fax:          +49 (0)89 2880 22 28 201
E-Mail:       irfo@hyporealestate.com
Internet:     www.hyporealestate.com
ISIN:         DE0008027707, DE000A0XFS34, DE000A0Z1JJ5
WKN:          802770, A0XFS3, A0Z 1JJ
 
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