EADS

  • WKN: 938914
  • ISIN: NL0000235190
  • Land: Niederlande

Nachricht vom 16.05.2012 | 07:00

European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V.: Auf Kurs: EADS veröffentlicht Ergebnisse für das erste Quartal 2012


European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V.  /
Schlagwort(e): Quartalsergebnis

16.05.2012 07:00

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Ad-hoc-Mitteilung, 16. Mai 2012

Auf Kurs: EADS veröffentlicht Ergebnisse für das erste Quartal 2012
  - Umsatz wächst um 16 Prozent auf EUR 11,4 Mrd. 

  - EBIT* vor Einmaleffekten klettert um 109 Prozent auf EUR 480 Mio.

  - Konzernergebnis* vor Einmaleffekten(4) erhöht sich um 156 Prozent auf
    EUR 259 Mio.

  - Free Cash Flow sinkt auf EUR -1,2 Mrd. aufgrund zurückgestellter
    Auslieferungen und dem anhaltenden Produktionshochlauf

  - Airbus definiert dauerhafte Lösung für Verbindungsklammern der
    A380-Flügelhaut mit der inneren Flügelstruktur und verbucht eine damit
    verbundene Einmalaufwendung von EUR 158 Mio. im ersten Quartal

  - EADS schließt im ersten Quartal neue Kurssicherungen im Wert von nahezu
    $ 10 Mrd. ab

  - Prognose für Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten(4) steigt auf über EUR
    1,85

Vor allem dank der anhaltend starken Wachstums-dynamik im zivilen Geschäft
startete EADS (Börsenkürzel: EAD) gut in das Jahr 2012 und verzeichnete im
ersten Quartal 2012 eine solide Finanz- und Ertragslage. Die Lage auf den
westlichen Verteidigungsmärkten bleibt erwartungsgemäß angespannt. Die
Impulse im Regierungs- und institutionellen Geschäft von EADS waren im
ersten Quartal jedoch vielversprechend. In den ersten drei Monaten belief
sich der Auftrags-eingang(5) auf EUR 12,0 Mrd. Ende März lag der
Auftragsbestand(5) von EADS bei EUR 526,2 Mrd.
Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von EUR 11,4 Mrd. Das EBIT* vor
Einmaleffekten von rund EUR 0,5 Mrd. profitierte von guten Ergebnissen bei
Airbus, Eurocopter und Astrium; die Cassidian-Ergebnisse blieben stabil.
Das berichtete EBIT* belief sich auf EUR 0,3 Mrd. Die Nettoliquidität lag
bei EUR 10,7 Mrd. und blieb somit weiterhin auf einem robusten Niveau.

'Die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und zivilen Helikoptern ist
weiterhin gut. Unser institutionelles Geschäft entwickelte sich
verhältnismäßig gut, trotz des Drucks auf die europäischen
Verteidigungshaushalte und des unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfelds.
Unser Umsatz und EBIT* vor Einmaleffekten übertrafen im ersten Quartal
daher die Erwartungen. Dies bestätigt nachhaltig unsere Erfolgsziele für
das Gesamtjahr 2012. Zudem hat das Airbus-Team bei der A380 eine dauerhafte
Lösung für die Verbindungsklammern zwischen der Flügelhaut und der inneren
Flügel-struktur gefunden', sagte EADS-CEO Louis Gallois. 'Während wir uns
im Übergang zu einem neuen Führungsteam befinden, legt das Management
weiterhin hohes Augenmerk auf die Schlüsselprogramme - insbesondere die
A380, die A350 sowie die A400M, die sich ihrer Indienststellung nähert.
Zudem legen wir weiterhin unseren Fokus darauf, die Diskussionen um die
Zukunft der Regierungsprogramme zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu
bringen.'

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz von EADS um 
16 Prozent auf EUR 11,4 Mrd. (Q1 2011: EUR 9,9 Mrd.) mit günstigeren
Phaseneffekten als im Vorjahresquartal. Das Umsatzwachstum wurde vor allem
durch höhere Aktivitäten in allen Divisionen angekurbelt. Der Umsatz im
Verteidigungsgeschäft wuchs um 18 Prozent. Die Auslieferungszahlen blieben
auf hohem Niveau, mit 131 Flugzeugen bei Airbus Commercial, 72
Hubschraubern
bei Eurocopter und dem 47. erfolgreichen Start einer Ariane-5-Rakete in
Folge.

Das EBIT* vor Einmaleffekten - die Kennzahl zur Erfassung der operativen
Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte aus
Rückstellungs-veränderungen oder Währungsschwankungen - betrug rund EUR 480
Mio. für EADS (Q1 2011: rund EUR 230 Mio.) sowie rund EUR 320 Mio. für
Airbus (Q1 2011: rund EUR 160 Mio.). Verglichen mit dem ersten Quartal 2011
wurde die Steigerung des EBIT* vor Einmaleffekten durch die Profitabilität
in den Airbus-Serienprogrammen in Verbindung mit den Verbesserungen im
A380-Programm vorangetrieben - trotz gestiegener Aufwendungen für Forschung
und Entwicklung sowie der Verschlechterung fällig gewordener
Kurssicherungen. Außerdem trugen günstige Mix- und Preis-Effekte bei
Eurocopter sowie die Einbeziehung von Vizada bei Astrium zur Steigerung des
Konzern-EBIT* vor Einmaleffekten bei. Zudem stieg auch das EBIT* vor
Einmaleffekten der Zentrale aufgrund positiver Eliminierungs-effekte auf
Konzernstufe sowie gestiegener Zuweisungen von Verwaltungs-aufwendungen an
die Divisionen.

Im ersten Quartal schloss EADS zum Durchschnittskurs von EUR 1 = $ 1,32
insgesamt Kursicherungen im Wert von nahezu $ 10 Mrd. ab; dies erhöht die
Stabilität der künftigen Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Ende März
belief sich das gesamte Sicherungs-Portfolio von EADS auf $ 80,3 Mrd.

Das berichtete EBIT* von EADS stieg auf EUR 343 Mio. (Q1 2011: EUR 192
Mio.), aufgrund des höheren EBIT* vor Einmaleffekten. In diesem Quartal
wirkten sich die Währungsdifferenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu
unterschiedlichen Zeitpunkten sowie bilanzielle Neubewertungen mit rund EUR
20 Mio. positiv auf das EBIT* aus. Die technische Lösung für die
Verbindungsklammern zwischen Flügelhaut und innerer Flügelstruktur bei der
A380 wurde definiert; die entsprechende Nachrüstung ist mit
Kosten-belastungen verbunden; die zusätzliche Einmalaufwendung des Konzerns
beläuft sich auf EUR 158 Mio., um die Reparaturkosten für die 71 bis Ende
März ausgelieferten Maschinen abzudecken.

Das Konzernergebnis stieg auf EUR 133 Mio. (Q1 2011: EUR -12 Mio.). Dies
entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,16 (Q1 2011: EUR -0,01). Das
Konzernergebnis vor Einmaleffekten(4) erhöhte sich auf EUR 259 Mio. (Q1
2011: EUR 101 Mio.). Der Anstieg dieser beiden Größen basiert hauptsächlich
auf Verbesserungen im operativen Geschäft, die sich im EBIT* widerspiegeln,
das wiederum in das Konzernergebnis einfließt.

Das Finanzergebnis lag bei EUR -143 Mio. (Q1 2011: EUR -197 Mio.). Das
Zinsergebnis von EUR -73 Mio. (Q1 2011: EUR -47 Mio.) verschlechterte sich
im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund gesunkener Zinserträge durch
das niedrigere Bruttoliquiditätsniveau sowie aufgrund niedrigerer
durch-schnittlicher Zinssätze im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das Übrige
Finanzergebnis verbesserte sich indes um EUR 80 Mio. auf EUR -70 Mio. (Q1
2011: EUR -150 Mio.). Wesentliche Faktoren hierfür sind Effekte aus der
Neu-bewertung der von EADS gehaltenen Fremdwährungsoptionen sowie die
Verringerung der Belastungen aus der Neubewertung der EADS-Cash-Bestände in
US-Dollar und britischen Pfund im Vergleich zum Vorjahres-zeitraum. Der
US-Dollar-Stichtagskurs verschlechterte sich im ersten Quartal 2012 um 5
Cent von EUR 1 = $ 1,29 Ende Dezember 2011 auf EUR 1 = $ 1,34 Ende März,
während er sich im Vorjahresvergleichszeitraum um 8 Cent verschlechtert
hatte.

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen
auf EUR 726 Mio. (Q1 2011: EUR 650 Mio.), insbesondere aufgrund der
A350-XWB-Entwicklung bei Airbus sowie Investitionen in das
Produkt-portfolio von Eurocopter. Nach dem Start der Endmontage der A350
XWB im April wird im zweiten Quartal die Aktivierung der Entwicklungskosten
gemäß IAS 38 beginnen.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen belief sich auf EUR -1.303 Mio.
(Q1 2011: EUR 208 Mio.). Die bessere operative Leistung wird durch die
Verschlechterung des Nettoumlaufvermögens beeinträchtigt. Diese resultiert
hauptsächlich aus einem starken Bestandsaufbau, da der Konzern die
Produktion weiter hochfährt, während die Auslieferungen später erfolgen -
vor allem im A380-Programm. Dank der anhaltenden Nachfrage von
Flugzeug-Leasing-Unternehmen und Banken generierten die
Kundenfinanzierungen im ersten Quartal einen positiven Beitrag von EUR 65
Mio. Die Investitionen stiegen im Vergleich zum Vorjahr, vor allem bei
Airbus und Eurocopter. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen lag bei
EUR -1.238 Mio. (Q1 2011: EUR 309 Mio.).

Die Nettoliquidität von EADS belief sich auf EUR 10,7 Mrd. (Jahresende
2011: EUR 11,7 Mrd.).

Der Auftragseingang(5) des Konzerns erhöhte sich um 92 Prozent auf 
EUR 12,0 Mrd. (Q1 2011: EUR 6,3 Mrd.), insbesondere dank der
A320neo-Bestellungen bei Airbus. Zudem beinhaltet er einen
vielversprechenden Auftragseingang im Wert von EUR 1,8 Mrd. bei Cassidian.
Ende März 2012 lag der  Auftragsbestand(5) von EADS bei hohen EUR 526,2
Mrd. (Jahresende 2011: EUR 541,0 Mrd.) und stellt somit eine gute Grundlage
für künftiges Wachstum dar. Der Auftragsbestand von Airbus Commercial
reduzierte sich um rund EUR 13 Mrd. aufgrund einer Wechselkurs-induzierten
Neubewertung infolge des im Vergleich zu Ende 2011 verschlechterten
US-Dollar-Stichtagskurses. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft
blieb mit EUR 51,9 Mrd. (Jahresende 2011: EUR 52,8 Mrd.) stabil.

Ende März 2012 beschäftigte EADS 134.614 Mitarbeiter (Jahresende 2011:
133.115).

Ausblick 

Abgesehen vom Gewinn je Aktie* vor Einmaleffekten(4) bestätigt EADS seine
Prognose vom März 2012 basierend auf der Annahme eines Stichtagskurses zum
Jahresende von EUR 1 = $ 1,35.

Im Jahr 2012 wird Airbus voraussichtlich rund 570 Zivilflugzeuge
ausliefern, einschließlich der angestrebten Auslieferung von 30 A380.
Darüber hinaus sollte die Zahl der Bruttobestellungen die der
Auslieferungen übersteigen. Der Konzernumsatz sollte 2012 weiterhin um
deutlich über sechs Prozent steigen. Das Konzern-EBIT* vor Einmaleffekten
sollte sich deutlich verbessern - dank höherer Volumina bei Airbus und
Eurocopter, besserer Preise bei Airbus sowie Optimierungen im
A380-Programm. Mit steigender Zuversicht rechnet EADS für 2012 mit einem
EBIT* vor Einmaleffekten von über EUR 2,5 Mrd. Ausgehend von den Erfolgen
im ersten Quartal und einem erwarteten Steuersatz für das Gesamtjahr von
knapp unter 30 Prozent rechnet der Konzern für 2012 nun mit einem Gewinn je
Aktie* vor Einmaleffekten(4) von über EUR 1,85 (2011: EUR 1,39).

Die künftige Entwicklung des berichteten EBIT* sowie des Gewinns je Aktie
von EADS wird davon abhängen, wie der Konzern komplexe Programme
- wie A400M, A380 und A350 XWB - gemäß den Verpflichtungen gegenüber seinen
Kunden managen kann. Entsprechend dieser EBIT*-Prognose und der
angestrebten Auslieferungsziele erwartet EADS weiterhin einen positiven
Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen und vor Übernahmen. Da es sich
hierbei - insbesondere in Zeiten gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit - um
die volatilste Kennzahl handelt, wird EADS diese Prognose im Jahresverlauf
weiter präzisieren.

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und
außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche
Leistung. Der Terminus 'außerordentliche Posten' bezieht sich auf
Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen
Reserven aus der Gründung von EADS, dem
Airbus-Unternehmens-Zusammenschluss,
der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen
aufgrund von Werthaltigkeitstests.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im
Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem
Umsatz von EUR 49,1 Mrd. im Jahr 2011 und mehr als 133.000 Mitarbeitern. Zu
EADS gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

Kontakt
Alexander Reinhardt +49 171 765 0320 
Martin Agüera +49 175 227 4369
Matthieu Duvelleroy +33 629 431 564 
Philipp Lehmann +49 151 151 42921

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              in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart
 
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24. Mai 2013